Kultur

Im Thaddäus geht´s wieder los

Bild: pixabay
Der Förderverein ist wieder zurück mit einem höchst abwechslungsreichen Frühjahrsprogramm und sehr bekannten Künstlern an der Seite.

Die letzten Jahre waren für die Künstler und die Kleinkunstbühnen aus bekannten Gründen schwierig. Deshalb hoffen Jürgen und der Förderverein auf zahlreiche Besucher. Unser Frühjahrsprogramm ist höchst abwechslungsreich und es gibt neben sehr bekannten Künstler auch neue Leute, die einen Besuch wert sind.

Februar:

Am Freitag, 10. Februar, geht es mit Deutschlands lustigstem Jugendexperten Matthias Jung mit „Chill mal!“ los. Der Diplom Pädagoge, Autor und Pubertätsexperte kommt mit seinem Programm den Erwachsenen zu Hilfe. Eine einzigartige Mischung aus Sachverstand und Humor, faktenreich und äußerst unterhaltsam. Der Staller, ohne Hubert, Helmfried von Lüttichau kommt mit „Plugged - ein Soloprogramm“ am Freitag, 17. Februar. „Zwei linke Hände“, hat der Vater schon immer gesagt. Trotzdem ist er was geworden. Dichter? Musiker? Schauspieler! Er macht jetzt, was ihm Spaß macht. Mit E-Gitarre, mit Valentin , mit Gernhardt - und allem , was ihm sonst noch einfällt.Am Aschermittwoch, 22. Februar, bereits um 19 Uhr, gibt es ein 3-Gänge-Fischmenü. Dabei sind die Mehlprimeln Reiner und Flavia. „Kabarett ist wie Salat.- Es muss frisch bleiben!“ Deshalb hat Andreas Rebers ein neues Programm geschrieben. Und weil er das Thaddäus (und sein Publikum ) schätzt, hat er Kaisheim am Freitag, 25. Februar, für seine Vorpremiere „rein geschäftlich“ ausgewählt. Dort haut er auf die Pauke, in die Tasten oder um sich und manchmal denkt er auch schon mal ans a Abhauen.

März:

Das Exprompt Quartett bringt „Der blaue Ballon“ am Freitag, 3.März. Die vier Musiker- allesamt Absolventen des Konservatoriums im karelischen Petrosavodsk zaubern mit ihren traditionellen Instrumenten und mit unbändiger Spielleidenschaft ein umwerfend virtuoses, feinsinniges und begeisterndes Ensemblespiel voller solistischer Glanzlichter, das seinesgleichen sucht. Rumhirnen mit Stil bietet Werner Koczwara am Freitag, 10. März. „ Mein Schaden hat kein Gehirn genommen“ heißt sein Programm. Es wird ein brüllend komischer Abend mit 100 Prozent Koczwara-Humor: schnell, intelligent, frech und garantiert rabenschwarz.

Vordergründig nett und hintersinnig böse, so präsentiert Mia Pittroff am Freitag, 17. März, „Wahre Schönheit kommt beim Dimmen.“ Die gebürtige Fränkin und Wahlberlinerin schnappt ihre treffsicheren Beobachtungen und Pointen immer da auf, wo sie sich gerade bewegt: zwischen Provinz und Großstadt, Dialekt und Hochdeutsch, Kinder und Karriere. Ihre schönen, nachdenklichen, manchmal auch einfach nur hinterfotzigen Beobachtungen sollte man nicht verpassen. Martin Zingsheim, bereits 17 mal mit Kleinkunstpreisen ausgezeichnet, meint am Freitag, 24. März, „Normal ist das nicht“. Der gebürtige Kölner liefert eine erstklassige kabarettistische Ein-Mann-Show. Natürlich mit melodischen Einlagen, die er nahtlos in seine verbalen Ausfühungen einbaut. Den Deutschen Kleinkunstpreis (Chanson) 2022 hat Katie Freudenschuss gewonnen. Sie kommt am Freitag, 31. März, mit „Nichts bleibt wie es wird“ ins Thaddäus. Ihre Abende sind immer eine abwechslungsreiche Mischung aus Kabarett, eigenen Songs, Standup und grandiosen Improvisationen.

April:

Mutig, emotional und mit offenem Visier. „Volle Familienpackung“ gibt es am Ostermontag, 10. April, von den Mehlprimeln Reiner und Flavia. Im neuen Programm gibt es Auserwähltes von früher sowie aktuell neues Lyrisches und Satirisches zu genießen: jede Menge Lieder und literarische Texte, Volkslieder und Flamencos. Statt Mozartkugeln bringt Michael Sens am Freitag, 21. April, „Mozartgoogeln“. Darin lässt der Vollblutmusiker zwei gegensätzliche Elemente aufeinanderprallen. Die künstliche Intelligenz begegnet der künstlerischen Intelligenz. Seine aberwitzigen Geschichten sind durchsetzt mit sprachlichen Feinheiten, einer mächtigen Bildersprache und überraschenden Wendungen. „Ruhig Brauner! Demokratie ist nichts für Lappen“ sagt Davis Dave, der „Sunshine Generator“ der deutschen Kabarett- und Comedy-Szene am Freitag, 28. April. Er hat sein als Liveshow getarntes Soforthilfepaket für Deutschland bis oben hin pickepacke voll geschnürt. Der zweifache Prix-Pantheon - Gewinner und Comedypreisträger hält ein Plädoyer mit Wort und Gesang für Lebensfreude und Zufriedenheit in geschmeidigen wie auch widrigen Zeiten. Am Sonntag, 30, April, wird der Saal ab 18:30 Uhr geöffnet für den Tanz in den Mai mit der Thürlesberger Tanzlmusik.

 Mai:

Mediterrane Lebensfreude bereiten Lailo Nuevo am Freitag, 5. Mai, mit „Noche Flamenco“. Lailo Nuevo nimmt uns mit auf eine Reise von der salzigen Erde Südfrankreichs zu den andalusischen Wurzeln des Flamencos. Die beiden grandiosen Gitarristen werden von der Tänzerin Melanie Delgado aus Andalusien begleitet, die dem strengen Tanz ihre persönliche Note aufdrückt. Sigi Zimmerschied kommt am Freitag, 19. Mai, mit „Maskenball“ ins Thaddäus. Er hat einen Stoff entdeckt gegen Betondeppen, multiple Loise, Scheißhausseppen, Asoziale aller Bildungs- und Gehaltsgruppen, Verschwörungstheoretiker, Heilsbringer und andere hoch infektiöse Verblödungserreger. „Nummern schieben - Lieblingsstücke“ heißt es bei Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie am Freitag, 26. Mai. Die beiden begeistern, vielfach preisgekrönt, mit ihrer ganz eigenen Form der Kleinkunst. Wenn sich das real-fiktive Liebespaar nicht ebenso unterhaltsam wie virtuos verquatscht, trägt es sprachjonglierende Lieder und Gedichte vor.

Juni:

„Schottenabend - zwei Stunden mit nix drunter“ heißt es bei Mathias Tretter & Sven Kemmler am Freitag, 16. Juni. Zwei Männer, zwei Röcke und ein entzückendes, karoummanteltes Geheimnis. Stuart Kemmler und Malcolm Tretter reisen seit 2010 kraft ihres selbstverliehenen Amtes als Kulturbotschafter des schottischen Robert-Louis-Burns-Instituts in
Aberglenkirkmuir durch Deutschland, um den Ungläubigen endlich das bessere Großbritannien nahezubringen. „Into the Deep“ bringen Martina Eisenreich & Andreas Hinterseher am Donnerstag, 22. Juni. Zwei virtuose Ausnahmemusiker in einer musikalischen Begegnung, wie sie nur in diesem Duo entstehen kann. Dazu zaubert Soundkünstler Wolfgang Lohmeier als Gast furiose, skurrile Klangmalereien voll beeindruckender Virtuosität. Das ist ganz großes Kino für Auge und Ohr. Der Isarindianer Willy Michl meint „Ois is Blues“ am Freitag, 30. Juni. Seine Auftritte sind Reisen durch alle Gefühlswelten, ebenso mystisch wie klassisch ernst, heiter und freundlich eindringlich und frei.

Juli:

Tzigan - Gipsy-Tango-Trio kommen am Freitag, 14. Juli mit „Gipsy Fire - Tango Soul“ ins Thaddäus. Das Trio vereinigt leidenschaftliche Roma-Melodien mit der Nostalgie und Melancholie des argentinischen Tangos. Am Donnerstag, 27. Juli, bereits um 19:00 Uhr, gibt es wie alljährlich das Konzert der BeaTels bei schönem Wetter im Thaddäushof. Sie liefern mit ihrem detailgetreuen Rock, mit mehrstimmigen Vocalarrangements und authentischen Solos eine mitreißende Verbeugung vor den Liverpooler Boys. Das traditionelle Hoffest mit den Villageboyz findet am Samstag, 29. Juli ab 18:00 Uhr statt. Dort fordern die Villageboys mit einem bunten Mix zum Tanzen und Mitsingen auf.

Alle Veranstaltungen bis auf den 22. 02., 30. 04., 27. 07. und 29. 07. beginnen um 20:00 Uhr.

Karten kann man bei Frau Judith Plass-König per Telefon: 09099 9665766 Dienstag und Donnerstag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis16:00 Uhr, Mittwoch von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr bestellen. Zusätzliche Infos gibt es im Internet unter: www.kleinkunst-kaisheim.de. (pm)