Unter dem Motto „Wenn Bücher lebendig werden“ fand in der letzten Sommerferienwoche der mittlerweile fünfte Graffiti-Workshop des Jugendcafés Donauwörth statt. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek, Jonas Reinhardt und dem Künstler Nate Grant gestalteten Jugendliche an vier Tagen fünf großformatige Holzplatten für die Verkleidung rund um das Tanzhaus.
Das Jugendcafé als Einrichtung der Offenen Jugendarbeit ist immer wieder auf der Suche nach geeigneten Flächen, auf denen Jugendliche Graffiti ausprobieren und ihre Ideen sichtbar machen können. Den Anstoß für das Projekt gab Stadträtin Frau Stahl, die die Idee einbrachte, Außenflächen in der Stadt durch urbane Kunst aufzuwerten. Dabei dachte sie von Beginn an direkt an das Jugendcafé und dessen Erfahrungen in der kreativen Arbeit mit jungen Menschen. Als die Holzverkleidung rund um das Tanzhaus entstand, bot sich die passende Gelegenheit, diese Idee gemeinsam umzusetzen. Für das Team der Stadtjugendpflege war schnell klar, diese Chance wird genutzt. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern begann direkt die Konzeption des Workshops.
Die Skizzen und Entwürfe entstanden gemeinsam mit den Jugendlichen in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek. Für die praktische Umsetzung verwandelte sich anschließend der Hinterhof des Jugendcafés in ein buntes Graffiti-Atelier. Dort wurden die Entwürfe Schritt für Schritt auf die fünf angefertigten Holzplatten übertragen.
Auch T-Shirts wurden verschönert
Entstanden ist ein Gesamtwerk, das Bücher und Fantasie mit Donauwörther Identität verbindet. Ein lesendes Mädchen, Symbole bekannter Geschichten, der Storch, die Stadtsilhouette und die Donau mit fließenden Übergängen zwischen den Motiven schlagen eine kreative Brücke zur Stadt.
Auch vor dem Jugendcafé wurde es bunt. Auf der zu diesem Zeitpunkt gesperrten Reichsstraße konnten die Jugendlichen eigene T-Shirts mit Wunschmotiven, Tags und Sprüchen besprühen und anschließend präsentieren. Zahlreiche Passantinnen und Passanten blieben neugierig stehen und bekamen so einen direkten Einblick in den Workshop und die kreative Arbeit der Jugendlichen.
Ein besonderer Dank gilt der Stadtschreinerei, dem Bauhof, der Stadt Donauwörth und der Stadtbibliothek für die unkomplizierte und tatkräftige Unterstützung. Die fertigen Kunstwerke sind ab sofort an der Verkleidung auf der Sonnenstraßen-Seite des Tanzhauses zu sehen. Durch ihre mobile Bauweise können die Platten später auch an anderen Orten und bei zukünftigen Veranstaltungen erneut präsentiert werden. (dra)