27. Mai 2020, 15:24

Wemdings "versteckte Orte"

Auch einige versteckte Orte finden sich in Wemding. Bild: Daniel Weigl/Judith Strohhofer
Auch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es in und um Wemding, einiges zu sehen.

Die Stadt Wemding ist weit über die Landkreisgrenzen als beliebtes Ziel für Touristen bekannt. Sei es die historische Altstadt mit ihren schmalen Gassen und dem prächtigen Marktplatz oder die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein – die Fuchsienstadt hat einiges zu bieten. Doch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es einige weitere versteckte Orte rund um Wemding, die sich lohnen besucht zu werden. Eine Entdeckungstour zu Wemdings „versteckten Orten“:

Waldbaden-Ruheort

Auf der Liegebank am Waldbaden-Ruheort lässt sich die Natur in aller Ruhe genießen. Einen Ort zum Entspannen findet man im Wemdinger Forst in der Nähe des idyllischen Waldsees. Von dort aus führt ein etwa 500 Meter langer, gut befestigter Weg zum Ziel. Energie atmen, Ruhe spüren, Kraft finden – ein Wald kann eine besondere Wirkung auf Körper und Geist haben. Einfach mal die Gedanken schweifen lassen, die Schönheit der Natur aufsaugen und schweigen.

Schwefelbrünnlein

In einer romantischen Waldlichtung liegt das Schwefelbrünnlein. Stadtauswärts auf dem Stadtmüllerweg befindet sich am Waldrand ein kleiner Parkplatz. Auf gut ausgebauten Wegen geht es zu Fuß hinein in den Wemdinger Forst. Vorbei an einem Bauernhof sieht man in der Ferne die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein. Weiter geht es immer hinein in den Wald. Noch zwei Mal rechts abbiegen und schon ist man am Ziel. Schwefelhaltige Quellen sind in Wemding mindestens seit 1449 bekannt. Das Schwefelbrünnlein und die nebenstehende Holzbank können sowohl von Spaziergängern als auch von Fahrradfahrern als gemütlicher Rastplatz genutzt werden.

Wemdinger Platte

Steil bergauf geht es auch zum nächsten „versteckten Ort“. Von der sogenannten Wemdinger Platte aus – einer Hügelkuppe am nördlichen Stadtrand der Wallfahrtsstadt Wemding – erstreckt sich dem geneigten Auge ein herrlicher Panoramablick ins Ries und auf Wemding hinab. Bei guter Sicht reicht der Blick nach Westen über Nördlingen hinaus bis zum Ipf bei Bopfingen. Neben der Zeitpyramide von Manfred Laber hat sich auch Ernst Steinacker an diesem malerischen Ort verewigt. Er errichtete im Jahr 1956 ein Feldkreuz, das besonders durch seine Schlichtheit in dem beeindruckenden Umfeld zur Geltung kommt.

Kneippanlage am Ludwigsgraben

In Zentrumsnähe, im Schutz des mächtigen Stadtgrabens lassen sich die Füße aller Wanderer und Radfahrer bestens erholen. Die Wemdinger Kneippanlage am Ludwigsgraben bietet den Besuchern ein Kneipptretbecken, einen Trog für Armbäder, eine schön angelegte Anlage, sowie einen Holzsteg zum Trockenlaufen der Füße. Über die gesamten Sommermonate von Mai bis September kann hier eine gemütliche Rast eingelegt und das kühle Wasser im Fußtretbecken und im Armbecken genossen werden. In diesem Jahr ist die Anlage seit Montag, den 18.05.2020 unter den allgemeinen Kontaktbeschränkung täglich von 9-19 Uhr geöffnet.

Zur „Schönen Aussicht“

Östlich der Altstadt geht es hinauf zur „Schönen Aussicht“, die hält was sie verspricht. Eine Informationstafel des Geopark-Ries-Wanderwegs „Sagenweg“ erläutert bei einem schweifenden Blick ins Ries die Historie des über 1200 Jahre alten Ortes Wemding. Weiter nördlich im Wald Richtung Wolferstadt gelegen, gelangt man an den Doosweiher mit der Doosquelle. Dort soll das Huaterle, ein Männlein mit breitkrempigem Hut, herumtreiben schon gesehen worden sein. Der Doosweiher wurde durch das Wasser, das über den Rötebach in den Amerbacher Mühlweiher floss durch einen 49 Meter langen und fünf Meter breiten Staudamm geformt. Vom aufgestauten Weiher aus floss der 1328 Meter lange Dooskanal in Richtung Wemding, um die Mühlen der Stadt mit Wasser zu versorgen. Ab der Fertigstellung im Jahr 1537 lieferte der Kanal Trink- und Wirtschaftswasser. Später wurden sogenannte „Brunnenstuben“ vor allem zur Zufuhr von Frischluft und zur Kanalreinigung in regelmäßigen Abständen angelegt.

Hessenbühl

Der letzte „versteckte Ort“ liegt nahe des Wemdinger Ortsteils Amerbach: der Aussichtspunkt Hessenbühl am Rande des vor 14,5 Millionen Jahren entstandenen Meteoritenkraters Ries. Der Blick an dieser Stelle reicht bis ins Zentrum des Rieses nach Nördlingen, wo etwa der Kirchturm des „Daniel“ von weitem bei guter Sicht erblickt werden kann. Von dort aus lässt sich außerdem zu weiteren markanten Orten, Städten und Dörfern blicken, wie etwa zum Wemdinger Ried, der Stadt Oettingen oder dem Schloss Wallerstein.(pm)