13. Oktober 2020, 08:43

Baumaßnahmen und Beschaffungen in Auhausen

Die aktuell laufende Sanierung der Entwässerungskanäle in der Klosterstraße von Auhausen ist der Auftakt zu weiteren Sanierungsmaßnahme und wird zugleich die kommende Gebührenkalkulation beeinflussen. Bild: R. Kaußler
In der Gemeinde Auhausen stehen weiterhin Investitionen und Planungen im Vordergrund.

Aufgrund bestehenden Bauinteresses im Gemeindeteil Dornstadt hatte Bürgermeister Martin Weiß die „Besonderheit“ zu erklären, wonach „mitten im Dorf baurechtlicher Außenbereich“ vorherrsche. Somit musste auf der Grundlage eines Entwurfs durch das Planungsbüro Godts der Aufstellungsbeschluss zur Einbezugssatzung „Hirschbrunner Straße“ gefasst werden, um nach der öffentlichen Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange Baurecht für Bauwillige zu schaffen.

Mit der Beratung zu dem vermeintlich „formalen“ Tagesordnungspunkt „Erweiterung des Gebührenkalkulationszeitraums für die gemeindlichen Abwasserbeseitigungsanlagen um ein Jahr“, welcher im Ergebnis die Zustimmung der Räte fand, sollte eine im wahrsten Sinne des Wortes „große Baustelle“ auf den Tisch kommen. Im Hinblick auf die laufende Sanierung der Entwässerungsleitungen in der Klosterstraße (850.000 €) sowie der anstehenden Ertüchtigung der Kläranlage Auhausen bleibt zu prüfen, inwieweit ein Anschluss an die Kläranlage Oettingen zukunftsfähiger ist. Dieses Ansinnen mit einer Druckleitung über Lochenbach und Lehmingen bedarf konkreter Zahlen und muss unter dem Aspekt, der anstehenden Sanierung der städtischen Kläranlage noch sehr genau besehen werden.

Neuer Mitarbeiter

Ein Meilenstein in der Gemeindegeschichte ist die erstmalige Schaffung einer Vollzeit-Stelle für den Bauhof. Demzufolge bedarf es nunmehr einer zeitgerechten Ausstattung, wofür die Beschaffung eines Kraftfahrzeugs „ein erster Schritt“ ist.

Im Rahmen des bereits erfolgten Anschlusses der gemeindlichen Mehrzweckhalle an das örtliche Nahwärmenetz ist nun geplant, die weiteren Gebäude Gemeindekanzlei und Schützenhaus anzubinden. Bei einem annähernd 40 Jahre alten Heizkessel mit entsprechendem Erneuerungsaufwand fällt die Entscheidung leicht, so Bürgermeister Weiß.

Die Vergabe der Straßenbeleuchtung für das neue Baugebiet in Dornstadt „Bahngarten“ an die Firma EnBW erfolgte angebotsgemäß mit 15.000 €.

Ein vorliegender Antrag aus dem Gemeindeteil Wachfeld sollte bereits auf Verwaltungsebene und unter Einbeziehung der Polizei sowie des Landratsamtes zu einer einvernehmlichen Lösung führen: Die gewünschte Verlegung des Ortsschildes ist gemäß Straßenverkehrsordnung vor Ort zwar nicht zulässig. Um jedoch die gefährliche Ausfahrt einer örtlichen Biogasanlage zu entschärfen, wird der vorbereiteten verkehrsrechtlichen Anordnung mit der einhergehenden Geschwindigkeitsbegrenzung zugestimmt.

Unmut sollte sich im Kreis der Gemeinderatsmitglieder regen bei dem Antrag einer „isolierten Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans“ für ein überhöhtes Mauerwerk, welches bereits zur Ausführung gekommen ist. Bei einstimmiger Einwilligung ist jedoch auf eine angrenzende Begrünung auf Kosten des Antragstellers hinzuweisen sowie für die Zukunft auf vorherige Absprachen mit der Gemeinde hinzuwirken.

Um die Maßnahmen der Ortsentwicklung im Rahmen des staatlichen Städtebau-Förderprogramms „Soziale Stadt“ voranzubringen, stellte Bürgermeister Weiß das Ergebnis zur Ausschreibung „Einrichtung einer Sanierungsbetreuung“ vor. Die Firma Städtbau-GmbH aus Augsburg erhielt den Zuschlag, die Gemeindeverwaltung bei den anstehenden fachlichen Stellungnahmen, der Ausarbeitung eines Leistungsbildes für das kommunale Förderprogramm und bei der von der Regierung geforderten Machbarkeitsuntersuchung mit Nutzungskonzept zur Prälatur-Sanierung zu unterstützen. (pm)