Mit einem Rückblick auf erfolgreiche Jahre, zahlreichen Würdigungen und einem einstimmigen Votum für die neue Führung endete der 20. Ordentliche Kreisverbandstag des VdK Donau-Ries im Gasthaus „Weberhans“. Delegierte aus 23 Ortsverbänden sowie zahlreiche Ehrengäste waren gekommen, um Bilanz zu ziehen und die Zukunft des mitgliederstarken Sozialverbands zu gestalten.
Nach der Begrüßung durch den bisherigen Kreisvorsitzenden Leo Nagel und dem
Totengedenken würdigten die Ehrengäste die Bedeutung des VdK für den Landkreis. Landrat
Michael Dinkelmeier bezeichnete den Verband als „wichtige Stimme für Menschen, die Unterstützung benötigen“. Bezirksgeschäftsführerin Martina Schroeder hob Nagels langjährige Arbeit hervor, die den Kreisverband sichtbar gestärkt habe. Harburgs Bürgermeister Christoph Schmidt betonte die Rolle der Ortsverbände, die mit ihren Aktivitäten gegen Vereinsamung wirkten und das soziale Miteinander förderten.
In seinem Geschäftsbericht zog Nagel eine positive Bilanz seiner Amtszeit. Unter dem
Leitmotiv „Nah am Menschen“ wuchs der Kreisverband bis Ende 2025 auf rund 11.000 Mitglieder an. Projekte zur Barrierefreiheit, die Mitarbeit an der Notfall- und Vorsorgemappe der Gesundheitsregion, sowie die Unterstützung beim Aufbau der beiden Pflegestützpunkte prägten die vergangenen Jahre. Besonders erfolgreich war seine Initiative „Barrierefreie Innovationen im Landkreis Donau-Ries“. Mit dieser Aktion wurden vorbildliche Maßnahmen ausgezeichnet. Auch die Frauenvertreterin Irmtraud Schlatterer und die
Kreisgeschäftsführerin Sylva Gebhard berichteten über ihre Arbeit: Mehr als sieben Millionen Euro an sozialrechtlichen Nachzahlungen konnten seit 2022 für Mitglieder erstritten werden.
Ein emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung Nagels. In einer persönlichen Laudatio würdigte die stellvertretende Kreisvorsitzende Petra Wagner seinen außergewöhnlichen langjährigen Einsatz, der den Verband weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt gemacht habe. Langanhaltender Applaus unterstrich die Wertschätzung der Delegierten.
Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Mechthild Schellenberger einstimmig zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Mit dem geschlossenen Votum übernimmt sie die Verantwortung für einen der aktivsten und mitgliederstärksten Kreisverbände der Region. Der neu gewählte
Kreisvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Stellvertreter der Vorsitzenden sind Petra
Wagner (im Amt bestätigt) und Herbert Tusch. Zur Kreiskassiererin wurde Irene
Schildenberger gewählt, zur Kreisschriftführerin Birgit Bamberg. Irmtraud Schlatterer wurde als Vertreterin der Frauen ebenso wie Elmar Glöckner als Vertreter der jüngeren Generation im Amt bestätigt. Zu Beisitzern wurden Werner Gebhard, Claudia Müller, Sophie Brantl Müller, Hermann Häfele und Roland Seiler gewählt.
Im Anschluss an die Wahl gab Schellenberger einen Ausblick auf die inhaltlichen
Schwerpunkte der kommenden Jahre. Sie dankte allen Gewählten für ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, und betonte die Bedeutung eines engagierten Ehrenamts für die Handlungsfähigkeit des Kreisverbands. Zu den zentralen Themen zählen weiterhin die Barrierefreiheit als Grundlage für umfassende Teilhabe, eine stärkere Unterstützung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen, die Weiterentwicklung einer offenen Inklusion im Alltag sowie das übergeordnete Leitmotiv der sozialen Gerechtigkeit. Diese Aufgaben wolle man gemeinsam und mit klarer Haltung angehen.
Der Verbandstag machte deutlich, dass der VdK Donau-Ries seinem Leitgedanken treu bleibt: nah am Menschen, stark im Ehrenamt und engagiert für soziale Gerechtigkeit. (dra)