21. Februar 2022, 13:57
Preisträger

Kunst-am-Bau Wettbewerb für das neue Finanzamt Donauwörth

Das Siegermodell des Kunst-am-Bau Wettbewerbs von Clemens Brocker. Bild: Clemens Brocker
Der erste Preis des Kunst-am-Bau Wettbewerbs für den Neubau des Finanzamtes in Donauwörth geht an den Künstler Clemens Brocker mit seinem Projekt „Bogenelemente - Zeichen für den Wertkreislauf“.

Das Preisgericht, bestehend aus Künstlern, Architekten und Nutzern der Finanzverwaltung hat sich am Freitag, den 18. Februar 2022, mit den insgesamt sieben eingereichten Entwürfen kritisch auseinandergesetzt. Am Ende fiel die Wahl einstimmig auf den Siegerentwurf. Dazu der Vorsitzende des Preisgerichts, Norbert Kiening (Vorsitzender des BBK): “Ein mutiger, großzügiger, künstlerischer Entwurf bereichert das neue Finanzamt Donauwörth. Mit seinem 'Bogenelement' für den Wertekreislauf tritt Clemens Brocker in einen selbstbewussten Dialog mit der Architektur. Seine Skulptur öffnet die Innenhofsituation und setzt ein sichtbares, dynamisches Zeichen für das neue Finanzamt Donauwörth, das auch den Spaziergänger auf der Sallinger Straße neugierig machen wird.“

Es gab viele verschiedene Ideen

Was passt wohl am besten in den Innenhof eines Finanzamtes, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich täglich mit Zahlen und Daten beschäftigen, Steuern festlegen und eintreiben? Diverser hätte die Antwort der Künstler nicht sein können. Die einen wollen ihr Kunstwerk mit 24 Karat Feingold vergolden, stellen sich Aktienkurse oder ein großes Rad voll mit Geldscheinen vor, andere entwerfen einen Tisch mit einem Schachbrett für die Mittagspause der Finanzbeamten im Innenhof.

Der Bogen-Entwurf kann man Ende überzeugen

Am Ende jedoch überzeugt eine - im wahrsten Sinne - „haushohe“ Skulptur. Drei dynamische Bogenelemente aus rot lackiertem Aluminium, miteinander verschweißt und verschraubt, welche über den Innenhof auf die Terrassendächer und übers Dach des Finanzamtes hinaus ein „Zeichen für den Wertkreislauf“ setzen. Sogar für Spaziergänger von der Sallinger Straße aus wird das neue Kunstwerk sichtbar sein. Ein „in Dialog treten zwischen Einzahler/Abgabepflichtigem/Nutzer und Belangen eines Finanzamtes“, heißt es bei Clemens Brocker.

Spannend wird nun die bauliche Umsetzung. „Uns hat der stärkste Entwurf durch seinen Mut überzeugt“, so Kathrin Fändrich, Leiterin des Bereichs Hochbau vom Staatlichen Bauamt Augsburg. Auch der Nutzer ist zufrieden: „Der Siegerentwurf hat uns alle überzeugt. Die Skulptur wirkt sehr dynamisch und modern, das passt zu einem modernen Finanzamt. Mit Gold und Geldscheinen haben wir hier drinnen am wenigsten zu tun“, so Hans-Peter Reif, Leiter vom Finanzamt Donauwörth. Der zweite Preis geht an Fred Jansen mit seinem Projekt „Der Drahtseilakt“. Die beiden dritten Preise gehen an „Tragwerk“ von Dietrich Förster und „Horizont – Donauwörth“ von Daniel Man mit Kollektiv GIKAMA.

Der Amtsbezirk des Finanzamts Nördlingen mit Außenstelle Donauwörth liegt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und umfasst das Gebiet des Landkreises Donau-Ries. Rund 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Außenstelle Donauwörth. Der Neubau von Peck.Daam Architekten aus München ist eine elegante Erweiterung des bisherigen Altbaus. Der Freistaat Bayern hat mehr als neun Millionen Euro investiert in den Neubau. Auf rund 1.000 Quadratmetern neuer Nutzfläche kommen nun 45 zusätzliche Arbeitsplätze in moderner Arbeitsumgebung unter.

Eine Ausstellung der Entwürfe ist pandemiebedingt leider nicht möglich. Alle eingereichten Arbeiten können Sie zeitnah auf der Internetseite https://www.stbaa.bayern.de/ einsehen. (pm)