Am Merz-Baggersee in Rain entsteht derzeit eine neue Wachstation für die ortsansässige Wasserwacht. Beim Spatenstich am Donnerstag wurde der offizielle Startschuss für das Projekt gegeben. Für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ein echter Meilenstein und gleichzeitig eine Investition in die Badesicherheit vor Ort.
Die Geschichte der Wasserwacht Rain am Merz-Baggersee reicht dabei einige Jahrzehnte zurück. Denn die bisherige Wachstation steht hier bereits seit rund 35 bis 40 Jahren. Mittlerweile war die Unterkunft allerdings deutlich in die Jahre gekommen - ein Neubau fast unumgänglich. Rettungsmittel, Ausrüstung und alles Weitere, was die Wasserwacht für ihren Dienst benötigt, mussten bislang auf engstem Raum untergebracht werden.
Geschichte reicht bis zum Sprudenweiher zurück
Bevor es für die Wasserwacht an den Baggersee zwischen Rain und Genderkingen ging, gab es in den 70er-Jahren eine erste Wachstation am Naturfreibad am Sprudenweiher. Die Wasserwacht hatte die Station damals aus eigenen Mitteln errichtet und dort neben dem Wachdienst auch ein Floß betrieben und Eis verkauft. Nach der Schließung des Freibads wurde die Station an den Merz-Baggersee verlegt. Nun soll nach fast vier Jahrzehnten ein moderner Neubau folgen.
Geplant sind unter anderem ein Wachbereich, ein Sanitätsbereich, ein Aufenthaltsraum und ein Materiallager. Auch eine überdachte Terrasse ist vorgesehen. „Für uns ist es schon ein Meilenstein, dass wir hier so eine qualitativ hochwertige Wachstation bekommen“, erklärt Alexander Appel, Vorsitzender der Wasserwacht Rain beim Spatenstich.
Stadt investiert 185.000 Euro
Die Stadt Rain stellt für das Projekt rund 185.000 Euro zur Verfügung. Unterstützung gibt es vom Freistaat Bayern: 42.500 Euro Fördermittel fließen in den Neubau. Die Förderung wurde auf Initiative der CSU-Landtagsfraktion im Rahmen der Fraktionsinitiativen zum Staatshaushalt ermöglicht. Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler hatte sich für die Unterstützung eingesetzt.
Ursprünglich war eine Containerlösung vorgesehen. Weil sich diese aufgrund der örtlichen Gegebenheiten als schwierig erwies, entschied man sich schließlich für einen festen Neubau in Holzständerbauweise. Bürgermeister Karl Rehm betonte beim Spatenstich die Bedeutung der Wasserwacht für den Merz-Baggersee. Die alte Station habe ihre Funktion zwar noch erfüllt, sei aber längst nicht mehr zeitgemäß.
Fertigstellung noch in diesem Jahr
Die neue Wachstation soll den Ehrenamtlichen künftig bessere Bedingungen für ihren Wachdienst, die Wasserrettung und ihre Ausbildungen bieten. Gerade im Sommer, wenn zahlreiche Menschen den Merz-Baggersee besuchen, ist die Wasserwacht ein wichtiger Bestandteil der Sicherheit vor Ort. Viel Zeit bleibt für den Bau allerdings nicht: Bis Ende 2026 soll die neue Station fertiggestellt sein. Hintergrund ist die Förderung, die noch in diesem Jahr abgerufen werden muss. Die offizielle Einweihung ist anschließend für 2027 geplant.