Der Stadtrat hat am Donnerstag einstimmig den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans gefasst und damit den Weg für den geplanten Neubau eines BRK-Pflegezentrums im Stauferpark freigemacht. Das neue Seniorenheim soll das bisherige Pflegezentrum im ehemaligen Krankenhaus an der Jennisgasse ersetzen. Das Gebäude, das der BRK-Kreisverband seit 1999 nutzt, gilt inzwischen als nicht mehr wirtschaftlich sanierungsfähig. Nach Angaben der Stadt könnte es in seinem heutigen Zustand nur noch etwa zehn bis zwölf Jahre genutzt werden. Verschiedene Standorte wurden in den vergangenen Jahren geprüft – auch ein Neubau am bisherigen Standort. Dieser ließ sich jedoch weder wirtschaftlich noch bautechnisch sinnvoll realisieren.
Als geeignete Fläche hat sich nun ein Grundstück im südwestlichen Bereich des Stauferparks herauskristallisiert. Geplant ist der Neubau nördlich der Neudegger Allee und südwestlich des Sportplatzes. Die Stadt wäre grundsätzlich bereit, das Grundstück an das BRK zu verkaufen.
Skateranlage erhält neuen Standort
Für das Vorhaben muss die bestehende Skateranlage verlegt werden. Hintergrund sind mögliche Lärmemissionen. Ein erstes schalltechnisches Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Nutzungskonflikte grundsätzlich lösen lassen. Weitere Fachgutachten sollen nun folgen. Oberbürgermeister Jürgen Sorré sprach von einem Ergebnis eines jahrelangen Suchprozesses. Ziel sei immer gewesen, das Pflegeheim in Donauwörth zu halten. Die Skateranlage werde dabei nicht aufgegeben, sondern an anderer Stelle im Stauferpark neu errichtet. „Es ist einfacher, einen neuen Standort für die Skateranlage zu finden als eine geeignete Fläche für ein Pflegeheim“, so Sorré. Demnach ist der Zustand sowieso dringend sanierungsbedürftig und müsste angepackt werden.
Breite Zustimmung im Stadtrat
Aus den Reihen des Stadtrats erhielt das Vorhaben breite Unterstützung. Dr. Hofer bezeichnete den Stauferpark als geeigneten Standort, da ein Pflegeheim von einem lebendigen Umfeld profitiere. CSU-Fraktionssprecher Stefan Loh wertete den Neubau als klares Bekenntnis des BRK zum Standort Donauwörth und verwies auf rund 100 Arbeitsplätze. Gleichzeitig dürfe es keine Einschränkungen für den Sportbetrieb geben.
Auch Manfred Hofer sprach sich für den Standort aus. Bärbel Stahl begrüßte die verbesserten Bedingungen für Bewohner und Personal, bedauerte jedoch den Wegfall von Grünflächen und sprach sich für eine schnelle Lösung bei der Skateranlage aus. Kritik kam von Peter Alt. Er hätte eine andere Fläche bevorzugt und sieht noch offene Fragen beim zusätzlichen Verkehr sowie bei der Verlegung der Skateranlage. Marco Fänger erkundigte sich nach der Zukunft des bisherigen Pflegeheimgebäudes. Dazu erklärte Sorré, dass die Entscheidung darüber beim BRK und dem Eigentümer des Gebäudes liege.
So geht es nun weiter
Mit dem einstimmigen Beschluss wurde zunächst lediglich das Bebauungsplanverfahren eingeleitet. In den kommenden Monaten werden Fachgutachten erstellt und die Planungen konkretisiert. Angaben zur Größe des Pflegezentrums, zur Anzahl der Pflegeplätze oder zu einem möglichen Baubeginn gibt es derzeit noch nicht.
Nach dem Beschluss informierten BRK-Kreisgeschäftsführer Arthur Lettenbauer und der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes, Johannes Natzer, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegezentrums im Rahmen einer Betriebsversammlung über den aktuellen Planungsstand.