4. April 2019, 12:48

Knöpfe statt Schleife – Spitzbund und gelegte Falten

Der Landfrauen-Chor Donau-Ries besteht seit 11 Jahren und umfasst derzeit über 20 Sängerinnen aus dem gesamten Landkreis von Nördlingen bis Bayerdilling. Bild: Doris Dollmann
Neue Schürzen vervollständigen die Dirndl des Landfrauen-Chores Donau-Ries.

Über 200 Datensätze mit historischen Gewändern und Schürzen hatten die Mitarbeiter des Musuems KulturLand Ries und die Damen des Landfrauen-Chores gewälzt, um endlich „ihre“ Schürze zu finden. Sie sollte möglichst nah an der Rieser Tracht sein aber trotzdem nicht altbacken. Bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Grüne Zweige, bunte Bänder – Frühjahrsbrauch im Ries“ konnte man die neuen Schürzen erstmals bewundern. Sie sind weder grün, noch bunt und haben vor allem kein Band, sondern werden mit Knöpfen am Rock befestigt.

Nachdem man sich für ein Wende-Modell entschieden hatte, bestand die größte Herausforderung darin, den passenden Stoff zu finden, so Museumsleisterin Dr. Ruth Kilian. Schließlich produzierte die Weberei Egelkraut den blauen seidenartigen Stoff auf historischen Webstühlen und eine Näherin aus Rudelstetten fertigte dann die Schürzen an. Bezirkstagspräsident Martin Sailer, der übrigens an diesem Abend ebenfalls sein Debüt in Maihingen feierte, übergab den Sängerinnen einen Umschlag. Darin: ein kleiner finanzieller Zuschuss von Seiten des Bezirkes Schwaben.

Der Landfrauen-Chor Donau-Ries besteht seit 11 Jahren und umfasst derzeit über 20 Sängerinnen aus dem gesamten Landkreis von Nördlingen bis Bayerdilling. Im Repertoire haben die Damen sowohl Volkslieder als auch kirchliches Liedgut. Doch wie fast jeden Verein plagen auch den Landfrauen-Chor Nachwuchssorgen, obwohl eine Landwirtschaft nicht zwingend Voraussetzung ist, so Kreisbäuerin Ruth Meißler, die den Chor leitet. Auch der Probenaufwand ist mit einmal monatlich im zentral gelegenen Harburg gering. In der Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbandes im Donau-Rieser Landratsamt gibt es weitere Informationen.