1. September 2017, 10:25

Aktionen zum „Tag des offenen Denkmals“ im Landkreis Donau-Ries

Bild: DRA
Veranstaltung am 10. September in Leitheim
Am 10. September findet der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ statt. Anlaufstelle für die offizielle Eröffnungsfeier des Denkmaltags im Donau-Ries ist Schloss Leitheim.
Kaisheim - Schloss Leitheim war die ehemalige Sommerresidenz der Äbte von Kaisheim. Der dreigeschossige Mansardwalmdachbau wird heute als Museum genutzt, die ehemalige Schlosskirche St. Blasius, ist jetzt kath. Filialkirche. Zusammen mit dem Arkadengang bilden das Schloss und die Kirche eine eindrucksvolle Baugruppe am steil abfallenden Donauufer. Das ehemalige Weingärtnerhaus wurde im Zuge des Schlosshotel-Baues ab dem Jahr 2012 aufwendig renoviert und ist heute das Schlossrestaurant.
Landrat Stefan Rößle wird um 10.30 Uhr den Tag des offenen Denkmals im Landkreis Donau-Ries offiziell eröffnen. Um 13.00 und 14.00 Uhr werden Schlossführungen angeboten. Höhepunkt ist sicherlich das bei freiem Eintritt stattfindende Konzert des Blechbläser-Sextetts „Ensemble Classique“ um 17.00 Uhr imKaisersaal in Kaisheim
Aktionen in Harburg, Oettingen und Nördlingen
Der Denkmaltag im Landkreis Donau-Ries hat noch weitere Aktionen zu bieten:
Schloss Harburg zählt zu den größten, ältesten und am besten erhaltenen Burganlagen Süddeutschlands. 1150 wurde sie erstmals als Staufische Reichsburg erwähnt. Seit Ende des 13. Jhs. ist die Anlage im Besitz der Grafen und Fürsten zu Oettingen. Neben stündlichen Führungen zwischen 10 und 17 Uhr findet am Tag des offenen Denkmals um 18 Uhr eine Sonderführung zum Tagesthema Macht und Pracht statt. Dabei werden nicht nur alte Siegel, Gewehre, Harnische und Felle gezeigt, sondern auch Speisen und Getränke aus der Barockzeit angeboten.
In Oettingen ist es bereits zur Tradition geworden, dass es am Denkmaltag Führungen durch die historischen Werkstätten der einstigen Orgelbaufabrik Steinmeyer gibt. Die 1847 gegründete Werkstatt gehörte mit ca. 2.400 Orgelneubauten und der Restaurierung historischer Instrumente zu den bedeutendsten Orgelbaufirmen Europas. Die Instrumente wurden in die ganze Welt geliefert. Am 10. September können die historischen Werkstätten zwischen 11.00 und 16.00 Uhr besichtigt werden, Führungen werden am Denkmaltag um 11, 13 und 15 Uhr angeboten.
Stadtführer der Stadt Nördlingen führen am 10. September zum Thema Machtzentrale Rathaus um 10, 11.30, 13.30 und 15 Uhr durch das Stadtmuseum, die St.-Georgs-Kirche und das Rathaus. Mit beginnender Reformationszeit erwarb der Rat der Freien Reichsstadt Nördlingen das Patronatsrecht über die Pfarrkirche St. Georg und wurde damit auch oberster Kirchenherr. Vom Bildersturm verschont, blieben in Nördlingen großartige Werke der vorreformatorischen Zeit erhalten. Eine allgemeine, einstündige Stadtführung wird um 14.00 Uhr angeboten. Zum Tag des offenen Denkmals werden bundesweit rund 4 Mio. Kultur- und Geschichtsfans erwartet, im Landkreis Donau-Ries nehmen gewöhnlich fast 3.000 Personen an den verschiedenen Aktionen teil. Ziel dieses Aktionstags ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu begeistern und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. (pm)