19. September 2019, 11:34

Alles rund ums Thema Wald

Die zur Holzernte nötigen Maschinen können in Aktion bestaunt werden Bild: Maximilian Bosch
Im Herzen der Stadt Donauwörth erhalten ratsuchende Waldbesitzer wie auch interessierte Bürger am 22. September umfangreiche Informationen rund um das Thema Wald. Unter der Schirmherrschaft des EU-Abgeordneten Markus Ferber geben circa 100 forstliche, aber auch nichtforstliche Akteure einen umfassenden Einblick in die aktuellen Themen moderner Forstwirtschaft, sowie Waldnaturschutz, Waldschutz und des aufgrund des Klimawandels dringend notwendigen Waldumbaus.

Die beiden Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) Nördlingen und Wertingen laden zusammen mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) alle Waldbesitzer und Waldinteressierte zum „Waldbesitzertag Nordschwaben“ nach Donauwörth ein. Über 6000 Waldbesitzer aus den Landkreisen Dillingen und Donau-Ries wurden zu diesem regionalen Höhepunkt bereits persönlich angeschrieben. Gastgeberin ist die Stadt Donauwörth, Schirmherr der Veranstaltung ist MdEP Markus Ferber.

Der Waldbesitzertag Nordschwaben greift alle Themen auf, die die Branche aktuell umtreiben. Waldbesitzer, die zum Beispiel wegen des Dürresommers 2018 und des sich wandelnden Klimas Beratung und Unterstützung benötigen oder deren Wald aktuell vom Borkenkäfer heimgesucht wird, finden auf dem Walbesitzertag forstliche Ansprechpartner und erste Beratungen. Aber auch alle am Wald interessierten Bürger, die selbst keinen Wald besitzen, sind herzlich willkommen. Insgesamt beteiligen sich über 100 forstliche und nichtforstliche Akteure an der Veranstaltung mit einem Beitrag, entweder im Umgriff der Heilig-Kreuz-Kirche oder im Donauwörther Stadtwald. Zwischen dem Wörnitzsteg, der Heilig-Kreuz-Straße, dem Färbertörle beim Heimatmuseum und dem Liebfrauenmünster in der Reichsstraße können Besucher die unterschiedlichsten Ausstellungen und Vorführungen erleben und sich rund um die Themen Wald und Waldwirtschaft informieren. Schirmherr Markus Ferber wird zusammen mit Landrat Stefan Rößle, Oberbürgermeister Armin Neudert und der Schwäbischen Waldprinzessin Elisabeth Hegelberger die Veranstaltung eröffnen und ein Grußwort an die Besucher richten.

Die Stadt Donauwörth mit ihrer historischen Altstadtkulisse und dem nahe gelegenen Stadtwald bildet den idealen Rahmen für den Waldbesitzertag. Unter anderem hat das Heimatmuseum an diesem Tag geöffnet, die Donauwörther Fischerstecher bieten eine Zillenrundfahrt auf der kleinen Wörtnitz an und die Jägerschaft informiert über Jagd, Jagdhunde und die Falknerei. Auf einem Waldparcours durch den Donauwörther Stadtwald können Besucher aktuellste Forsttechnik live miterleben. So werden praktische Forstarbeiten, wie Pflanzung, Hochastung, Pferderückung, Starkholzernte und noch einiges mehr von einschlägigen Firmen vorgeführt und erläutert. Daniel Zellinger, Baumkletterer und Baumpfleger aus Oettingen, zeigt beispielsweise, wie eine professionelle Kronenpflege und ein Verkehrssicherungsschnitt am stehenden Baum durchgeführt werden.

Jochen Oswald stellt seine Sammlung historischer Motorsägen vor und gibt einen praktischen Einblick, wie zu früheren Zeiten im Holz gearbeitet wurde. Im Pfarrsaal des Liebfrauenmünsters referieren hochkarätige Dozenten aus Wissenschaft und Forstpraxis. Die Themen reichen über moderne Waldbewirtschaftung und integrativen Waldnaturschutz bis hin zu den wichtigen Punkten für eine qualitative Arbeitssicherheit im Wald.

Auch für die „Kleinen“ ist bestens gesorgt. Ein ansprechendes Kinderprogramm bieten die Royal Rangers, das Walderlebniszentrum Oberschönenfeld und viele andere Akteure. Im Zelt von Fräulein Brehm können nicht nur Erwachsene erstaunliche Geschichten über Tiere des Waldes erfahren.

Außerdem hat der Waldkindergarten „Donauwörther Waldbären“ seinen Tag der offenen Türe. Schließlich können Kinder im Heilig-Kreuz-Garten und auf dem Waldparcours an der Station von Baumpfleger Daniel Zellinger hoch hinauf in die Bäume klettern.

Es ist ein Rund-um-Paket, das die Mitarbeiter der beiden Ämter Nördlingen und Wertingen für die Besucher geschnürt haben. Nicht nur Waldbesitzer, sondern auch Umweltfreunde, Natur-Begeisterte und Waldinteressierte spricht die Veranstaltung an.

Auch wer kein Stück Wald sein Eigen nennt, sollte am 22. September nach Donauwörth kommen. Bild: privat