1. Dezember 2020, 11:38

Aufstockung des Biberfonds ist wichtiger Schritt - aber nicht die Lösung

Biberschäden in Fessenheim Bild: BBV
Die Aufstockung des Biberfonds von 450.000 auf 550.000 Euro in Bayern ist ein wichtiger, aber auch längst überfälliger Schritt, sagt BBV-Kreisobmann Karlheinz Götz und liefert Details zu den Schadensaufwendungen.

Seit Jahren liegen die von Land-, Forst- und Teichwirtschaft gemeldeten Biberschäden im Bereich von 600.000 bis 700.000 Euro pro Jahr. Die Entschädigungsquote lag damit nur bei rund 65 Prozent der eingereichten Schäden. Neben den Schäden an landwirtschaftlichen Grundstücken und Kulturen, kommen noch die Schadensaufwendungen der Städte und Gemeinden hinzu.

Der Bayerische Bauernverband hat in den vergangenen Jahren immer wieder diese Schadensaufwendungen bei den Kommunen abgefragt. In der letzten Erhebung aus dem Jahr 2016 wurden die Aufwendungen der Kommunen mit rund 200.000 Euro angegeben und das Wasserwirtschaftsamt meldete rund 90.000 Euro Biberschäden an den Deichanlagen. Diese Zerstörungswut des Bibers wurde auch bereits in unzähligen Zeitungsberichten dokumentiert.

Aufgrund der Tatsache, dass sich der Biber bereits flächendeckend in Bayern, Deutschland und in der EU ausgebreitet hat, mit weiter stark steigender Tendenz, muss man den hohen Schutzstatus des Bibers hinterfragen und überprüfen, ob dieser noch gerechtfertigt ist, sagt Michael Stiller, Geschäftsführer des BBV Donau-Ries. Es wird Zeit, hier endlich zu handeln. (pm)