30. Januar 2019, 11:38

BBV Donauwörth lehnt Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ab

In einer Pressemitteilung hat sich der BBV Donauwörth gegen das Volksbegehren "Rettet die Bienen" ausgesprochen. Bild: pixabay
Der Bayerische Bauernverband Donauwörth ist gegen das Volksbegehren "Rettet die Bienen". Das hat der Geschäftsführer des BBV Donauwörth, Michael Stiller, in einer Pressemitteilung klargestellt.

Das Volksbegehren der ÖDP „Rettet die Bienen“ gefährdet die freiwilligen Umweltleistungen der Bayerischen Bauern“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Bauernverband Donauwörth. Außer Frage stehe, so die Mitteilung weiter, dass sich die Artenvielfalt und Biodiversität verändern. Dies habe die Landwirtschaft schon längst erkannt und steuere seit Jahrzehnten über die kooperativen Umweltleistungen dagegen. „Während in den 70er und 80er Jahren nahezu alle landwirtschaftlichen Flächen intensivst bewirtschaftet wurden, werden heute allein im Landkreis Donau-Ries über die Agrarumweltprogramme Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) und Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) 6.257 ha extensiv, d.h. ohne Düngung, ohne Pflanzschutz und mit Schnittzeitpunktauflage bewirtschaftet“, erklärt BBV-Geschäftsführer Michael Stiller. „141 ha Ackerflächen wurden in den letzten zwei Jahren in Grünland umgewandelt. Darüber hinaus werden heute schon 4.200 ha ökologisch bewirtschaftet - Tendenz weiter steigend. Sollte das Volksbegehren durchgehen, besteht die Gefahr, dass diese freiwilligen Umweltleistungen der Landwirte von heute auf morgen nicht mehr gemacht werden. Dies wäre ein fataler Rückschritt zu Lasten der Biodiversität und des Artenschutzes“, so der Wortlaut der Pressemitteilung.

Einseitiges Konzept

„Die Initiatoren des Volksbegehrens setzen das bewährte Konzept aufs Spiel, ohne gleichzeitig eine Antwort darauf zu geben, wie die Bauernhöfe künftig überleben und wie Umwelt- und Naturschutz in Bayern funktionieren soll. Das ist einseitig und verantwortungslos – sowohl der Natur, als auch den Bauernfamilien gegenüber“, sagt Kreisobmann Karlheinz Götz und betont, dass die Bauern großes Interesse daran haben, die Artenvielfalt zu schützen und die natürlichen Kreisläufe zu erhalten. „Das Volksbegehren zur Artenvielfalt ist jedoch der komplett falsche Weg. Statt das bäuerliche Engagement für den Umwelt- und Naturschutz anzuerkennen und weiter zu stärken, wird einseitig und populistisch Stimmung gegen eine Branche gemacht sowie nach neuer Reglementierung gerufen“ sagt Götz.