Maschinen

Riesiges Bohrgerät am Kaibachsteg im Einsatz

Bild: Janine Knoll
In der Kaibachmündung ist derzeit ein schweres Bohrgerät an der Baustelle im Einsatz. In den kommenden Tagen werden dutzende Bohrpfähle unterirdisch eingebracht.

Wer in diesen Tagen an der Kaibachmündung vorbeikommt, dürfte zweimal hinschauen: Direkt an der Baustelle steht ein großes Bohrgerät, das sich in den kommenden Tagen Stück für Stück durch den Untergrund arbeitet. Dafür wird der Untergrund abschnittsweise durchbohrt und die benötigten Bohrpfähle anschließend eingezogen. An der Kaibachmündung wird damit ein Teil des Gewässerverlaufs neu geordnet und unterirdisch geführt. Was auf den ersten Blick spektakulär aussieht, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Kaibachstegs.

Denn der bisherige Verlauf des Kaibachs befindet sich im Bereich des künftigen Brückenwiderlagers des Wörnitzstegs. Damit der Kaibachsteg wie geplant entstehen kann, muss der Bach deshalb zunächst verlegt werden.

Dafür kommt derzeit schweres Gerät zum Einsatz: Das Bohrgerät bringt dutzende Bohrpfähle tief in den Untergrund ein. Sie bilden einen wichtigen Teil der notwendigen Baukonstruktion und schaffen die Voraussetzungen für die weiteren Arbeiten am Kaibachsteg.

Die Arbeiten sind nicht mit einem einzigen Bohrvorgang erledigt. Das Bohrgerät wird über mehrere Tage im Einsatz sein, um die vorgesehenen Bohrpfähle in den Untergrund einzubringen. Anschließend erfolgt die naturnahe Gestaltung des Flussbettes.

Voruntersuchung beim Bauvorhaben ist unverzichtbar

Damit die Anlieferung des schweren Geräts möglichst wenig Einfluss auf den morgendlichen Berufsverkehr hat, wurde das Bohrgerät bereits letzte Woche in den frühen Morgenstunden zur Baustelle gebracht. Bevor überhaupt gebohrt werden konnte, wurde der Bereich auf mögliche Kampfmittel untersucht.

Diese Voruntersuchung ist bei Bauvorhaben in Donauwörth aufgrund der Bombardierung im 2. Weltkrieg ein notwendiges Vorgehen. Erst nach Abschluss der Untersuchung konnten die Arbeiten beginnen.

Das große Bohrgerät ist damit nicht nur ein auffälliger Hingucker für alle, die an der Baustelle vorbeifahren, sondern steht zugleich für einen weiteren konkreten Schritt auf dem Weg zur Landesgartenschau Donauwörth 2028. An vielen Stellen des künftigen Geländes wird derzeit gebaut, vorbereitet und Infrastruktur geschaffen – und an der Kaibachmündung ist davon gerade besonders viel zu sehen. (dra)