Eine leitende Person eines Sportvereins im Zuständigkeitsbereich der PI Donauwörth erhielt am Nachmittag des 01.04.2025 einen Anruf über eine sogenannte „gespoofte“ Nummer, sprich es wurde die Rufnummer einer ortsansässigen Bank auf dem Anruferdisplay des Telefons angezeigt.
Ein bislang unbekannter männlicher Täter teilte dem Verantwortlichen wahrheitswidrig mit, dass vom Girokonto des Sportvereines zwei Transaktionen in Höhe von knapp 5.000 Euro für Handyverträge ausstehen. Um ein mögliches Betrugsdelikt zu verhindern wolle der unbekannte Täter nun anrufen, um sich zu vergewissern, ob diese Transaktionen rechtens sind. Als der Angerufene mitteilte, dass die (nie erfolgten) Zahlungen storniert werden sollen, erhielt er eine TAN-Anfrage zugesandt, welche freigegeben wurde. Daraufhin flossen knapp 4.300 Euro per Echtzeitüberweisung auf das Bankkonto der Täter.
Polizei bittet um Vorsicht bei Anrufen dieser Art
Über eine sofortige Anzeigenerstattung sowie Kontaktierung der echten Bank, konnte die Summe auf dem Zielkonto eingefroren werden. Zudem wurden polizeilicherseits strafrechtliche Ermittlungen wegen Fälschung beweiserheblicher Daten sowie Betruges eingeleitet.
Die Beamten der PI Donauwörth bitten jedoch in diesem Zusammenhang um äußerste Vorsicht bei entsprechenden Anrufen. Echte Bankmitarbeiter wollen am Telefon keine Freigaben erreichen. Im Zweifel sollte die eigene Bank unter der im Telefon eingespeicherten oder auf der originalen Website angegebenen Telefonnummer zurückgerufen werden. (dra)