Wirtschaft

Für eine bessere Zusammenarbeit von Unternehmen und Verwaltung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landratsamtes sowie von Seiten der Unternehmerschaft und IHK am Workshop der Industrie- und Handelskammer Bild: Simon Kapfer
In einem Workshop tauschten sich Unternehmen und Verwaltung über bessere Zusammenarbeit aus. Ziel war es Abläufe zu verbessern Projekte, zu beschleunigen und neue Impulse für Wachstum und Investitionen zu setzen.

Die Rahmenbedingungen für Unternehmen aber auch die Verwaltung in unserer Region sind derzeit von hoher Dynamik und zunehmender Komplexität geprägt. Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung wird damit immer mehr zu einem entscheidenden Standortfaktor: Sie schafft Planungssicherheit, beschleunigt Projekte und fördert eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien. Gerade in dieser Phase kommt dem konstruktiven Austausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung eine zentrale Bedeutung zu.

Impuls für wirtschaftsfreundliche Verwaltung

Daher hat auf Initiative der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) ein gemeinsamer Workshop zwischen Führungskräften des Landratsamtes, Landrat Rößle sowie regionaler Unternehmerinnen und Unternehmern stattgefunden. Titel des Workshops war „Vom Verfahren zur Wirkung: Wirtschaftsfreundliche Verwaltung als Impulsgeber für Wachstum und Investitionen“.

Ziel der eintägigen Schulung war es, Verwaltung und Unternehmen für diese Zusammenhänge zu sensibilisieren, sie für ihre Rolle als Standortgestalter zu stärken und gemeinsam konkrete Ansatzpunkte zu entwickeln, wie Wirtschaftlichkeit, Rechtssicherheit und Verwaltungsmodernisierung sinnvoll miteinander verbunden werden können. 

Austausch zwischen Verwaltung und regionaler Wirtschaft

Moderator der Veranstaltung war Heiko Thurner vom Management Centrum Schloss Lautrach (MCSL), welches auf die Themen Leadership und der nachhaltigen Entwicklung von Menschen und Organisationen spezialisiert ist.

Von Seiten der Unternehmerschaft waren Thomas Schröter (Auto König), Johannes Münsinger (Münsinger oHG), Brigitte Stanzl (Thannhauser Straßen- und Tiefbau) sowie Sabrina Graf-Taglieber (FruchtLogistik) vertreten. 

Im Austausch wurden die Herausforderungen der jeweiligen Partner offen kommuniziert und nach Lösungsansätzen gesucht. Im Rahmen großer Vorhaben gab es bereits in der Vergangenheit frühzeitig im Verfahren ein Vorgespräch, an dem sämtliche Beteiligte teilgenommen haben, um sich etwa über Zeitpläne, benötigte Dokumente und Stellungnahmen auszutauschen.

Landrat Rößle erklärte, dass es sich anbietet, dies auch zukünftig so zu praktizieren. Ferner gab es die Anregung, Rechnungen, die Tiefbauprojekte betreffen, digital einreichen zu können. Hier sicherte Landrat Rößle den Unternehmerinnen und Unternehmern eine Prüfung und baldmöglichste Umsetzung zu.

Praxisnahe Verbesserung und neue digitale Abläufe

Im weiteren Verlauf des Workshops wurden die praxisnahen Verbesserungen und die neuen digitalen Abläufe in der Kfz-Zulassung, welche bereits im Rahmen einer Veranstaltung im Oktober 2025 vorgestellt worden sind, von Seiten der Unternehmerschaft lobenswert erwähnt. Auch über die Zeitersparnis, welche sich durch den Digitalen Bauantrag ergibt, freuten sich die Unternehmerinnen und Unternehmer.

Erfolgreicher Austausch

Landrat Rößle bedankte sich stellvertretend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes für die Organisation des Workshops bei der IHK sowie bei den Unternehmerinnen und Unternehmern für den offenen Austausch. „Wir konnten wichtige Impulse für unsere Verwaltung aus dieser Veranstaltung mitnehmen. Den bisher gelebten konstruktiven Austausch mit der Unternehmerschaft werde man gerne weiterführen und ausbauen“, so Landrat Rößle.

Matthias Hausmann, Regionalgeschäftsführer der IHK, betonte ebenfalls die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung und die Möglichkeit, den Blickwinkel der jeweils anderen Seite einzunehmen. Neben der Verstetigung dieses Austausches, sollen nach Vorstellung der IHK nun auch vergleichbare Workshops in ganz Schwaben stattfinden.

Der gemeinsame Auftakt und Pilot mit dem Landratsamt Donau-Ries zeigt eindrücklich, welche Potenziale im Schulterschluss gehoben werden können. Die IHK Schwaben bedankt sich bei Landrat Rößle und seinem Team. (dra)