Wildunfall

Fünf Wildunfälle in einer Nacht - Polizei appelliert an Autofahrer

Symbolbild Bild: FOTOSTUDiO-Donauwörth | Fotograf Elmar Bschorer
In der Nacht kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizei Donauwörth zu mehreren Wildunfällen mit insgesamt erheblichem Sachschaden. Die Beamten appellieren zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr.

Beamte der PI Donauwörth mussten in der Nacht vom 26. auf den 27.04.2026 fünf Wildunfälle in ihrem Zuständigkeitsbereich aufnehmen. Dabei entstand ein geschätzter Gesamtsachschaden von ca. 21.000 Euro.

Um 21.10 Uhr befuhr ein 22-jähriger Mann mit seinem Pkw die Kreisstraße DON 2 von Steinbühl in Richtung Wolferstadt als ca. 500 Meter vor dem Ortseingangsschild Wolferstadt ein Reh die Fahrbahn querte. Der Wagen erfasste das Tier frontal.

Um 22.15 Uhr prallte auf der Staatsstraße 2214 zwischen Monheim und Wemding auf freier Strecke ein 34-jähriger Autofahrer gegen ein auf der Fahrbahn stehendes Reh. Um 05.20 Uhr war ein 45-jähriger Mann auf der Bundesstraße 16 zwischen Donauwörth und Rain unterwegs, als kurz nach der Ausfahrt Nordheim ein Reh auf die Straße trat. Dieses wurde frontal erfasst.

Nur fünf Minuten später befuhr eine 65-Jährige die Kreisstraße DON 21 von Rögling kommend in Richtung Warching, als kurz vor der Abzweigung zur Staatsstraße ein Reh die Fahrbahn querte. Der Kleinwagen der Frau prallte in das Tier.

Um 05.45 Uhr erfasste nur ca. 50 Meter nach dem Ortsendeschild Flotzheim in Richtung Monheim auf der dortigen Ortsverbindungsstraße eine 47-jährige Autofahrerin ebenfalls frontal ein Reh auf der Straße. Die Tiere überlebten die Kollisionen nicht. Die Fahrer blieben jeweils bis auf einen Schreck unverletzt.

Steigende Zahl an Wildunfällen im Landkreis

In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 kamen damit auf den Straßen des Landkreises Donau-Ries bereits knapp 400 Wildtiere durch Kollisionen mit Kraftfahrzeugen zu Tode. Auf gemeindlichen Ortsverbindungsstraßen ohne Klassifizierung als Kreis-, Staats- oder Bundesstraße betrug die erneute Zunahme an Wildunfällen zum selben Zeitraum des Rekordjahres 2025 ca. 8 Prozent. 

Die Beamten der PI Donauwörth appellieren daher, insbesondere zu Dämmerungs- und Nachtzeiten mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit als ansonsten erlaubt zu fahren. (dra)