„1000 Schulen für unsere Welt“

Kreisjugendring Donau-Ries ermöglicht Solarprojekt für Schule im Senegal

Über 300 Tage im Jahr scheint die Sonne in Kaolack – dank dem Kreisjugendring Donau-Ries wird diese Ressource im Bildungskomplex der Elhadj Mamadou Diouf Stiftung künftig genutzt. Bild: Elhadj Mamadou Diouf Stiftung
Über 300 Tage im Jahr scheint die Sonne in Kaolack – dank dem Kreisjugendring Donau-Ries wird diese Ressource im Bildungskomplex der Elhadj Mamadou Diouf Stiftung künftig genutzt.

Die Finanzierung für eine Photovoltaikanlage für einen Bildungskomplex im Rahmen der von Landrat Stefan Rößle gegründeten Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ in Kaolack im Senegal ist vollständig gesichert. Entscheidenden Anteil daran hat der Kreisjugendring Donau-Ries, der bei seiner Vollversammlung im vergangenen November beschlossen hat, gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen zu Spenden aufzurufen und damit die Umsetzung des Projekts zu ermöglichen.

90 Prozent werden durch die Bayerische Staatskanzlei gefördert werden. Der verbleibende Anteil in Höhe von 4.846 Euro wird durch die vom Kreisjugendring Donau-Ries erfolgreich gesammelten Spenden getragen. Die restlichen  Die Installation der Anlage ist ab Mai vorgesehen.

Die Photovoltaikanlage wird künftig zentrale Bereiche des weitläufigen Bildungskomplexes in Kaolack mit Strom versorgen. Auf dem großen Gelände, das neben mehreren Klassengebäuden auch Gemeinschafts- und Versorgungsbereiche umfasst, werden unter anderem die Kantine, eine Krankenstation, Sportanlagen, Umkleiden, ein Spielplatz sowie die Beleuchtung des gesamten Areals versorgt. Ziel ist eine weitgehend energieautarke Versorgung.

Für die rund 300 Kinder vor Ort bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Lern- und Lebensbedingungen. Gleichzeitig sinken die laufenden Energiekosten erheblich, sodass mehr finanzielle Mittel direkt in Bildungsangebote fließen können.

Projekt mit gewachsener Partnerschaft

Das Schulprojekt basiert auf einer langjährigen Partnerschaft zwischen dem Tilman-Riemenschneider-Gymnasium aus Osterode (Niedersachsen) und dem Lycée Valdiodio NDiaye in Kaolack, die seit 2012 besteht. Initiiert wurde die Zusammenarbeit von dem deutschen Lehrer Tobias Rusteberg und dem senegalesischen Lehrer Elhadj Mamadou Diouf.

Nach dem Unfalltod von Elhadj Mamadou Diouf im Jahr 2018 gründete Tobias Rusteberg die Elhadj Diouf Foundation. Sie setzt sich seither für den Bau und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Bildungskomplexes ein und begleitet das Projekt vor Ort.

Landrat Stefan Rößle, der den Standort im vergangenen November im Rahmen einer privaten Reise besuchen konnte, betont: „Die Installation einer Solaranlage verbindet Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit konkreter Bildungsförderung. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zu gerechteren Bildungschancen – mein herzlicher Dank gilt dem Kreisjugendring für dieses zukunftsweisende Engagement.“

Auch Initiator Tobias Rusteberg unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Der Leitgedanke meines verstorbenen Freundes Elhadj und mir war von Anfang an: Wer die Jugend erreicht, erreicht viel. Wer heute den Bildungskomplex in Kaolack besucht, spürt, dass das keine Floskel ist, sondern gelebte Realität. Dass unser Projekt eines Tages auch Unterstützung durch die Jugend aus dem Landkreis Donau-Ries erfährt, hätten wir uns 2012 kaum erträumen können.“

Auch Initiator Tobias Rusteberg unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Der Leitgedanke meines verstorbenen Freundes Elhadj und mir war von Anfang an: Wer die Jugend erreicht, erreicht viel. Wer heute den Bildungskomplex in Kaolack besucht, spürt, dass das keine Floskel ist, sondern gelebte Realität. Dass unser Projekt eines Tages auch Unterstützung durch die Jugend aus dem Landkreis Donau-Ries erfährt, hätten wir uns 2012 kaum erträumen können.“ (dra)