Neubau Schule und Hallenbad

Die Bagger rollen an: Die Bäumenheimer Schule wird abgerissen

Am 26. Mai starteten die Außenabbrucharbeiten an der Grund- und Mittelschule in Asbach-Bäumenheim. Auf dem Bild zu sehen (von links): Sarah Kulartz (stellv. Projektleitung Neubau Schule und Hallenbad), Florian Trinkl (Sauer Bau & Projektentwicklung GmbH), Kurt Niebler (Projektleitung Neubau Schule und Hallenbad), Dietmar Goll (Architekturbüro Krug Großmann), Florian Mittler (Bürgermeister Asbach-Bäumenheim), Stephan Kreuzer (Bürgermeister Mertingen) und Peter Naumann (Schulverband Asbach-Bäumenheim). Bild: Jennifer Wimmer
Der Abriss der Grund- und Mittelschule in Asbach-Bäumenheim geht in die nächste Phase. Nach aufwändiger Asbest-Entkernung beginnt jetzt der Außenabbruch.

Seit Jahren wird in Asbach-Bäumenheim an der neuen Schule und dem Hallenbad geplant. Groß und Klein darf sich auf das Projekt freuen. Bis allerdings in der neuen Schule emsig gelernt und im Hallenbad fleißig geschwommen werden kann, ist es jedoch noch ein langer Weg. Am Montag, 26. Mai ging es jedoch einen großen Schritt voran: Die Bagger sind auf der Baustelle angerückt und nehmen nun die Außenabrissarbeiten in Angriff.

In den vergangenen Monaten wurde bereits intensiv im Innenbereich gearbeitet. Wie bei Altbauten üblich, gab es bei der Entkernung einige Überraschungen. An vielen Stellen wurde zum Leidwesen der Beteiligten asbesthaltiges Material gefunden – unter anderem in Verkabelungen oder sogar im Putz. In der Folge mussten mehrere Gebäudeteile bis auf den Rohbau entkernt werden.

„Wir mussten alles entkernen, weil auch der Putz zum Teil asbesthaltig war“, erklärt Florian Trinkl von Sauer Bau. Der Putz wurde dabei mit speziellen Verfahren entfernt, da die Staubentwicklung im Zusammenhang mit Asbest als besonders gefährlich gilt. Auch aus Betonwänden musste das Material durch zahlreiche Bohrungen herausgelöst werden – insgesamt rund 4.000. „Wir finden immer wieder Asbest. Es ist zum Wahnsinnigwerden“, so Trinkl weiter. Insgesamt werden im Zuge der Arbeiten etwa 30 bis 40 Tonnen asbesthaltiges Material entfernt.

"Ein energetischer Albtraum"

Neben der Schadstoffbelastung sorgten auch bauliche Besonderheiten für Überraschungen. So wurde in einem Teil der Aula festgestellt, dass der Boden lediglich mit Pflastersteinen versehen war. Eine Bodenplatte oder Dämmung fehlten vollständig. „Energetisch ist das ein Albtraum“, sagt Projektleiter Kurt Niebler. Daher sei es nicht verwunderlich, dass es in der Aula teilweise sehr kalt gewesen sei.

Größte öffentliche Baustelle im Landkreis liegt nahezu im Zeitplan

Trotz der zusätzlichen Herausforderungen liegt das Gesamtprojekt im Zeitplan, auch wenn es zu einigen Wochen Verzögerung gekommen ist. Die Bauzeit wird auf rund 2¼ Jahre geschätzt.

Parallel dazu laufen bereits die nächsten Schritte: Die Ausschreibungen für den Neubau werden derzeit vorbereitet. Mit dem Bau des Hallenbades soll im Oktober 2026 begonnen werden, der Schulneubau folgt zeitversetzt. Aufgrund des geringeren Umfangs soll die neue Schule voraussichtlich ungefähr zeitgleich mit dem Hallenbad fertiggestellt werden.

Auch der Umzug in die Interimsgebäude verlief laut Verantwortlichen reibungslos. Dies sei insbesondere der guten Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrkräften zu verdanken gewesen.

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