Pflege

Die unsichtbaren Kümmerer: Mehr Sichtbarkeit für junge Pflegende

Bild: Pixabay
Die unsichtbaren Kümmerer: So werden junge Menschen genannt, die neben ihren alltäglichen Pflichten sich zusätzlich privat noch um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern müssen. Um deren Lebensqualität zu verbessern braucht dieses Thema mehr Aufmerksamkeit sowie einen gezielten Ausbau von Beratungs- und Entlastungsangebote.

Sie organisieren den Alltag, kaufen ein, spenden Trost oder übernehmen direkt die Pflege: In Deutschland engagieren sich zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im eigenen Zuhause. Sie pflegen oder unterstützen chronisch kranke, pflegebedürftige oder psychisch belastete Familienmitglieder. Doch während diese sogenannten „Young Carers“ eine immense gesellschaftliche und familiäre Verantwortung tragen, bleiben sie für ihr Umfeld, Schulen und Behörden oft unsichtbar.

Statistiken zeigen, dass das Phänomen kein Einzelfall ist. Die Doppelbelastung aus Schule, Ausbildung oder Studium und den familiären Verpflichtungen führt bei den Betroffenen häufig zu chronischer Erschöpfung, emotionalem Stress und sozialen Einschränkungen. Da die Sorgearbeit meist im privaten Raum stattfindet, wird die Belastung der jungen Menschen von außen selten rechtzeitig erkannt.

Verbesserung der Lebensqualität

Um die Lebensrealität dieser jungen Menschen nachhaltig zu verbessern, braucht es mehr öffentliche Aufmerksamkeit sowie einen gezielten Ausbau von Beratungs- und Entlastungsangeboten. Ziel muss es sein, Lehrkräfte, medizinisches Personal und die breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, damit Betroffene frühzeitig aufgefangen werden.

Hier findet man Hilfe und Beratungsangebote

Informationen zu aktuellen Hilfsangeboten, Beratungsmöglichkeiten für Familien und Projekten zur Unterstützung von jungen Pflegenden stehen auf der Homepage 
https://www.youngcarercoach.de/young-carer/ zur Verfügung.

Sind Sie Young Carer und benötigen unsere Unterstützung oder haben Sie Fragen rund um das Thema Pflege? Der Pflegestützpunkt berät Sie individuell, umfassend, neutral und kostenfrei.

Die Pflegeberaterinnen in Nördlingen und Donauwörth sind per E-Mail an pflegestuetzpunkt@lra-donau-ries.de oder telefonisch über unter 0906 74 6116 oder 0906 74 
6886 erreichbar. Weitere Informationen finden Sie auch unter Pflegestützpunkt - Landkreis DONAURIES. (dra)