Rund 330 Jugendliche kamen zusammen, um gemeinsam ein unvergessliches Wochenende zu erleben, ihr Können unter Beweis zu stellen und die Retter von morgen zu feiern.
Bereits am Freitagnachmittag herrschte auf dem Gelände emsiges Treiben. Zahlreiche Jugendgruppen aus dem gesamten Landkreis reisten mit ihren Betreuern an, um in Windeseile eine beeindruckende Zeltstadt zu errichten. Nach getaner Arbeit wurde das Lager am Abend durch Kreisbrandrat Heinz Mayr, Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Meyr und die Kreisbrandinspektion offiziell eröffnet. Unter den Gästen der Eröffnungsfeier konnte auch der Bundestagsabgeordnete (MdB) Christoph Schmid begrüßt werden.
Höchste Auszeichnung und prominenter Besuch
Neben dem geselligen Miteinander stand das Wochenende vor allem im Zeichen einer ganz besonderen Herausforderung: der Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange. Sie gilt als die höchste Auszeichnung, die ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr erreichen kann.
Insgesamt zehn Gruppen stellten sich den anspruchsvollen Disziplinen, die von feuerwehrtechnischem Wissen über einen Löschangriff bis hin zu sportlichen Leistungen wie Kugelstoßen und einem Staffellauf reichten.
Die Bedeutung dieses Wettbewerbs unterstrich auch der Besuch hochrangiger Ehrengäste am Samstag: Landrat Michael Dinkelmeier, der stellvertretende Bezirkstagspräsident Peter Schiele sowie Genderkingens Bürgermeister Leonhard Schwab machten sich vor Ort selbst ein Bild vom Leistungsstand des Nachwuchses und zeigten sich sichtlich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen.
Badespaß und feierlicher Feldgottesdienst
Nach den anstrengenden Prüfungen kam auch die Freizeit nicht zu kurz. Am Samstagnachmittag genossen die Jugendlichen das herrliche Sommerwetter in vollen Zügen. Neben einer willkommenen Abkühlung im nahe gelegenen Baggersee sorgten auch die eigens aufgebauten Wasserspiele direkt auf dem Zeltplatz für jede Menge Spaß und spritzige Erfrischung.
Ein Moment des Innehaltens und der Besinnung folgte am Samstagabend: Die Lagergemeinschaft kam zu einem feierlichen Feldgottesdienst zusammen, den Diakon Oliver Stutzky gemeinsam mit den Jugendlichen und Betreuern unter freiem Himmel feierte.
Ein bewegender Moment fand danach in kleiner Runde statt: Kreisbrandrat Heinz Mayr verlieh der Jugendwartin Anne Bittman aus Kaisheim das Ehrenkreuz der Feuerwehr Donau Ries in Silber. Sie wurde damit für ihren außergewöhnlichen Einsatz im vergangenen Jahr geehrt, als sie sich in einer besonderen Notlage mit großem persönlichen Engagement für einen Jugendlichen und dessen Familie eingesetzt hatte.
Die traditionelle Lagerolympiade am Sonntag
Am Sonntagvormittag ging es dann noch einmal sportlich-spielerisch zur Sache: Die traditionelle Lagerolympiade stand auf dem Programm. In kreativen und kameradschaftlichen Wettkämpfen traten stolze 45 Teams gegeneinander an.
Nach einem packenden Kopf-an Kopf-Rennen konnte sich am Ende eine Mannschaft aus Wemding als strahlender Sieger behaupten.
Starke Logistik im Hintergrund
Ein solches Großereignis mit über 300 hungrigen Teilnehmern erfordert eine enorme logistische Meisterleistung. Für die hervorragende Verpflegung der Nachwuchskräfte über das gesamte Wochenende hinweg sorgte die Johanniter-Unfallhilfe, die die Zeltstadt rund um die Uhr bestens versorgte.
Als am Sonntagmittag die Zelte wieder abgebaut wurden, blickte man in erschöpfte, aber überglückliche Gesichter. Das 33. Jugendzeltlager hat einmal mehr bewiesen: Der Zusammenhalt stimmt und der Landkreis Donau-Ries muss sich um den Feuerwehrnachwuchs von morgen wahrlich keine Sorgen machen. (dra)