Rund 370 Schülerinnen und Schüler übernahmen dabei die unterschiedlichsten Aufgaben des städtischen Lebens und erhielten einen realitätsnahen Einblick in Arbeitswelt, Wirtschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit Geld.
Bereits am ersten Projekttag meldeten sich die Kinder und Jugendlichen bei einer eigens eingerichteten Arbeitsagentur an. Dort konnten sie sich auf freie Stellen bewerben und wurden anschließend an Betriebe oder Einrichtungen vermittelt. Das Angebot reichte von Bäckerei und Metzgerei über Druckerei, Second-Hand-Laden und Journalistenbüro bis hin zur Stadtreinigung oder Bank. Als Arbeitgeber fungierten Lehrkräfte, Eltern sowie wirkliche Firmen und Betriebe. Jede Tätigkeit brachte eigene Herausforderungen mit sich und verlangte Geschick, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein.
Für ihre geleistete Arbeit erhielten die Schülerinnen und Schüler den eigens eingeführten „Fuchstaler“. Dieser Lohn wurde zunächst bei der Bank ausgezahlt und konnte anschließend in den Geschäften der Projektstadt oder für verschiedene Freizeitangebote verwendet werden. Gleichzeitig lernten die Kinder, dass Geld zunächst verdient werden muss und nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Auch Themen wie Sparen, Planen und wirtschaftliches Handeln spielten im Verlauf des Projekts eine wichtige Rolle.
In den verschiedenen Betrieben entstanden zahlreiche Produkte, die innerhalb der Projektstadt verkauft wurden. So wurden unter anderem Vogelhäuschen gebaut, Hoodies und Handtücher bestickt oder Kerzen gegossen. Die Kinder organisierten ihre Arbeitsabläufe weitgehend selbstständig und übernahmen Verantwortung für ihre jeweiligen Aufgaben. Dabei erfuhren sie unmittelbar, wie unterschiedliche Berufe zusammenwirken und welche Bedeutung Zusammenarbeit für das Funktionieren einer Gemeinschaft hat.
Die Vorbereitung des Projekts nahm mehrere Monate in Anspruch. Lehrkräfte entwickelten gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern ein Konzept, das den Schulalltag für kurze Zeit in eine funktionierende Stadt verwandelte. Ziel war es, wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und gleichzeitig soziale Kompetenzen wie Eigeninitiative, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit zu stärken.
Mit großem Engagement und viel Freude nahmen die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben wahr. Ein großer Dank gilt den Lehrkräften, vielen Eltern und den Betrieben, die durch ihr Engagement ermöglicht haben, dass Schülerinnen und Schüler durch praxisnahes Lernen und eigenes Handeln wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg sammeln konnten. (dra)