Zukunftsfähig

IHK würdigt Engagement der Ausbildungsbetriebe

Von Links: Ralf Dreithaler (Kaufmännische Leitung), Rosa Unsinn (Geschäftsleitung), Matthias Hausmann (IHK-Regionalgeschäftsführer), Aileen Zepper (Team Ausbildung), Isabell Schmidt (Team Ausbildung) Bild: Isabell Schmidt
In Bayerisch-Schwaben engagieren sich zahlreiche Unternehmen aktiv in der beruflichen Ausbildung und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses.

Fast 4.300 IHK-Ausbildungsbetriebe gibt es derzeit in Bayerisch-Schwaben. Allein in Nordschwaben bilden rund 480 Betriebe jungen Menschen aus. „Diese Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und damit zu Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes“, sagt IHK-Regionalgeschäftsführer Matthias Hausmann. 

Mit einem Signet, das alle IHK-Ausbildungsbetriebe erhalten, macht die IHK Schwaben dieses Engagement sichtbar. Auch bei Firma Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH wird das Signet künftig an der Eingangstür zu sehen sein.

Bei einem Firmenbesuch überreichte IHK-Regionalgeschäftsführer Matthias Hausmann den Ausbildungsaufkleber persönlich an Geschäftsführerin Rosa Unsinn. „Unternehmen wie Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH nehmen aktiv Verantwortung für den Fachkräftenachwuchs“, sagte Matthias Hausmann beim Firmenbesuch. 

Bei Unsinn werden 23 junge Menschen u. a. als Kaufleute für Marketingkommunikation, Industriekaufleute oder Fachlageristen ausgebildet. Schwabenweit absolvieren derzeit mehr als 20.000 junge Menschen eine Ausbildung in einem IHK-Beruf. Die bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen haben im Ausbildungsjahr 2025 rund 8.500 neue Auszubildende eingestellt. In Nordschwaben waren es mehr als 900.

Mehr freie Stellen als Bewerber

Die Lage für die Ausbildungsunternehmen ist allerdings nicht ganz einfach, wie IHK-Regionalgeschäftsführer Matthias Hausmann erklärt: „Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden.“ Auch im vergangenen Ausbildungsjahr gab es trotz der konjunkturell herausfordernden Situation erneut mehr Stellen als Bewerber. „Viele Ausbildungsplätze in der Region blieben daher unbesetzt“, sagt Matthias Hausmann. „Wir appellieren daher an die Betriebe, frühzeitig mit dem Azubi-Recruiting zu starten. 

Die IHK Schwaben unterstützt dabei auf vielfältige Weise“, so Hausmann. Sei es durch Beratungen, Plattformen wie den IHK-Ausbildungsatlas, auf dem sich die Unternehmen präsentieren können, oder praktische Unterstützung bei Marketingmaßnahmen im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Ausbildung macht mehr aus dir“. 

Die IHK-Schulpartnerschaften bieten zudem eine hervorragende Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu potenziellen Auszubildenden zu knüpfen. Im Rahmen des Projekts „AusbildungsScouts“ macht die IHK aktive Auszubildende aus den IHK-Mitgliedsbetrieben zu Botschaftern ihres Berufs und ihres Unternehmens.

Eine Investition in die Zukunft

Aus das Ausbildungssignet, das bei Firma Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH künftig für Besucherinnen und Besucher gut sichtbar am Eingang angebracht wird, hat einen Effekt nach außen: Damit kann die Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH als anerkannter Ausbildungsbetrieb junge Talente gezielt auf sich aufmerksam machen. „Die Ausbildung junger Menschen ist für uns eine Investition in die Zukunft“, sagt Geschäftsführerin Rosa Unsinn. „Nur mit gut qualifizierten Fachkräften kann sich unser Betrieb langfristig erfolgreich am Markt behaupten.“ 

Damit Unternehmen wie Unsinn Fahrzeugtechnik GmbH ausreichend Bewerbungen erhalten, unterstützt die IHK Schwaben auch Schulabgängerinnen und -abgänger mit passgenauen Vermittlungsangeboten. „Ein wichtiger erster Schritt ist meist das Praktikum, mit dem oft schon der Weg in die Ausbildung geebnet wird“, so Matthias Hausmann. Unter ihk.de/schwaben/ausbildungsatlas finden interessierte Jugendliche eine Übersicht regionaler Ausbildungsbetriebe sowie offene Stellen.

Wie Unternehmen und Jobsuchende zusammenfinden

Sowohl Unternehmen, die auf der Suche nach geeigneten Auszubildenden sind, als auch interessierte Jugendliche können sich unter 0821 3162-100 an die Hotline der Berufsorientierung bei der IHK Schwaben wenden. Informationen zu den Angeboten der IHK Schwaben gibt es unter ihk.de/schwaben/ausbildung. (dra)