Landesliga Südwest

Rain kommt in Überzahl nicht über Unentschieden hinaus

Denis Lechner und Jannik Schuster steigen zum Kopfball hoch. Bild: Gerd Jung
Der TSV Rain musste sich am 30. Spieltag im heimischen Georg-Weber-Stadion mit einem 1:1-Unentschieden gegen den FSV Pfaffenhofen begnügen. Bereits am Dienstag geht es zu Hause gegen den VfB Durach weiter.

Rains Trainer Dominik Bobinger reagierte auf die jüngste 0:2-Niederlage in Sonthofen und veränderte seine Startformation auf zwei Positionen: Laurin Bischofberger und Jannik Schuster rückten für Etienne Perfetto (verletzt) und Bobinger selbst in die erste Elf.

Nach einer kurzen Abtastphase gehörte die erste Chance den Hausherren: Jannik Schuster prüfte den Gästekeeper per Kopf nach neun Minuten, blieb jedoch noch glücklos. Zwei Minuten später holte Simon Berger den Rainer Maximilian Schmidt von den Beiden. Zur Überraschung aller entschied Schiedsrichter Maximilian Kroepfl sofort auf Notbremse und schickte den Pfaffenhofener mit der Roten Karte vom Feld. Der anschließende Freistoß von Michael Knötzinger landete bei Dennis Lechner, der den Ball aus kurzer Distanz knapp über die Latte schoss. In der Folge kontrollierten die Tillystädter zwar das Geschehen, bissen sich an der defensivstarken Formation der Gäste jedoch zunächst die Zähne aus. Pfaffenhofen versteckte sich keineswegs: In der 25. Minute parierte TSV-Schlussmann Niklas Gordy einen gefährlichen Freistoß von Luka Brudtloff glänzend. In der 31. Minute belohnten sich die Hausherren schließlich für ihre Bemühungen. Dennis Lechner passte den Ball zu Eric Adam, der ihn aus fünf Metern ins Tor zur 1:0-Führung schob. Ein Fernschuss von Michael Knötzinger (36.) strich nur knapp über den Querbalken, sodass es mit dem knappen Vorsprung in die Kabinen ging.

Gäste kämpfen sich in Unterzahl zurück

Nach dem Seitenwechsel verpasste Lukas Müller in der 54. Minute die Vorentscheidung, als sein satter 17-Meter-Schuss den Gästetorwart vor erhebliche Probleme stellte. Doch Pfaffenhofen bewies Moral und kämpfte sich mit zunehmender Spieldauer zurück. Zunächst parierte Gordy noch stark gegen den Ex-Rainer Michael Senger (56.), war vier Minuten später jedoch machtlos: Der gerade erst eingewechselte Sebastian Waas verwertete einen Abpraller zum 1:1-Ausgleich. In der letzten halben Stunde entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die numerische Überlegenheit der Rainer kaum noch auszumachen war. Die Partie wurde zunehmend hitzig. In der Nachspielzeit kassierte Gästespieler Paolo Cipolla (91.) eine Zeitstrafe, ehe Michael Knötzinger (93.) auf Rainer Seite mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Am Ende blieb es beim Remis, mit dem wohl beide Mannschaften leben können.

Bereits am Dienstag kommt mit dem VfB Durach ein weiteres Spitzenteam ins Georg-Weber-Stadion. Anpfiff der Nachholpartie des 22. Spieltags ist um 18:00 Uhr. 

Fokus richtet sich nun auf englische Woche

Rains Coach Dominik Bobinger ordnete das Remis nach dem Schlusspfiff sachlich ein. Trotz der vergebenen Führung überwog bei ihm der Respekt vor der Leistung des Gegners: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen die in meinen Augen spielstärkste Mannschaft der Liga“, zollte Bobinger dem FSV Pfaffenhofen Anerkennung. Zwar habe man durch den Platzverweis und die verdiente Führung alle Trümpfe in der Hand gehabt, doch in der entscheidenden Phase fehlte die Konsequenz. Der Trainer analysierte kritisch: „Wir haben uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen und wollten auf das 2:0 gehen. Leider hat uns am Ende die letzte Konzentration und der nötige ‚Punch‘ nach vorne gefehlt. Mit einem zweiten Treffer wäre die Partie entschieden gewesen.“ Statt der Vorentscheidung führte eine Unachtsamkeit zum Ausgleich. „Pfaffenhofen hat uns trotz Unterzahl das Leben richtig schwer gemacht“, so Bobinger weiter. Dennoch blickt er positiv auf die kommenden Aufgaben: „Grundsätzlich hat jeder in meiner Mannschaft alles gegeben. Wir sind zu Hause weiterhin ungeschlagen, das freut mich sehr. Den Punkt nehme ich daher gerne mit.“ Der Fokus richtet sich nun unmittelbar auf die englische Woche. Gegen den VfB Durach am Dienstag lautet die Marschroute klar: „Da wollen wir wieder drei Punkte holen.“