Zum Abschluss der englischen Woche in der Landesliga Südwest musste der TSV Rain eine schmerzliche 1:3-Niederlage beim FC Stätzling hinnehmen. Trotz einer dominanten Anfangsphase und couragiertem Auftreten in Unterzahl standen die Blumenstädter am Ende mit leeren Händen da. Cheftrainer Dominik Bobinger vertraute in Stätzling exakt der Startformation, die bereits am vergangenen Mittwoch beim 2:0-Erfolg in Jetzendorf überzeugt hatte.
Schmeichelhafte Stätzling-Führung zur Halbzeit
Die Partie unter der Leitung von Schiedsrichter Felix Brandstätter begann aus Sicht der Gäste vielversprechend. Der TSV Rain übernahm sofort die Initiative und drängte die Hausherren tief in die eigene Hälfte. Eric Adam hatte bereits in der 6. Minute die Führung auf dem Fuß, sein Abschluss wurde jedoch im letzten Moment zur Ecke geblockt. Nur sechzig Sekunden später prüfte er den Stätzlinger Schlussmann erneut aus kurzer Distanz.
Auch Fatlum Talla (16.) setzte mit einem Distanzschuss ein Ausrufezeichen, verfehlte das Gehäuse jedoch knapp. Völlig entgegen dem Spielverlauf fiel in der 19. Minute das 1:0 für die Gastgeber: Nach einer präzisen Flanke von der linken Seite nutzte Mert Sert eine Unachtsamkeit in der Rainer Hintermannschaft und köpfte am langen Pfosten völlig freistehend zur überraschenden Führung ein. Rain schüttelte den Schock schnell ab und erspielte sich weitere Hochkaräter. Maximilian Schmidt (32.) vergab aus aussichtsreicher Position ebenso wie Paul Schmitt (41.), der am glänzend reagierenden Keeper der Hausherren scheiterte. So ging es mit einer schmeichelhaften Führung für Stätzling in die Kabinen.
Starke Schlussphase in Unterzahl
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der FC Stätzling deutlich agiler. Während Endrit Ahmeti (50.) zunächst noch aus kurzer Distanz vergab, machte es Mert Sert in der 54. Minute besser: Mit einem Solo überlief er die gesamte Rainer Abwehr und vollendete aus spitzem Winkel zum 2:0. Die Gäste zeigten jedoch Moral. Nur vier Minuten später war es Dennis Lechner, der den Torwart umspielte und zum 1:2-Anschlusstreffer einschob (58.).
Die Hoffnung auf eine Wende erhielt jedoch in der 64. Minute einen herben Dämpfer: Fabian Ott wurde nach einem harten Einsteigen mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen.Trotz numerischer Unterlegenheit warf der TSV Rain in der Schlussphase alles nach vorne, um den Ausgleich zu erzwingen. Die daraus resultierenden Räume nutzte Stätzling in der 87. Minute eiskalt aus. Alexander Seifert verwertete einen langen Ball, stürmte auf das Tor zu und markierte den 3:1-Endstand.
Dominik Bobinger fand nach der Partie deutliche Worte: „Wir sind ordentlich gestartet, haben es aber verpasst, uns zu belohnen. Stätzling hat genau das getan, wovor wir gewarnt hatten: Sie haben ihre Umschaltmomente genutzt.“ Besonders die Phase nach dem Seitenwechsel ärgerte den Coach: „Wir wollten mehr Intensität zeigen, haben uns aber durch das zweite Gegentor selbst den Stecker gezogen. Vor dem Tor waren wir nicht kaltschnäuzig genug.“ Das bittere Fazit des Trainers: „Aufgrund der fehlenden Cleverness geht die Niederlage am Ende in Ordnung.“
FC Stätzling: Fabian Rosner, Daniel Hadwiger, Alexander Meixner, Maximilian Pletschacher (90. Maximilian Reitmeier), Mert Sert, Tim Sautter, Luca Lenz, Johannes Kraus (85. Koray Can), Daniel Palluch (92. Leopold Meyer), Endrit Ahmeti (61. Alexander Seifert), Paul Iffarth (90. Edin Ganibegovic) - Trainer: Loris Horn - Trainer: Raffael Semke
TSV Rain/Lech: Niklas Gordy, Jannik Schuster, Paul Schmidt, Fabian Ott, Michael Knötzinger, Fatlum Talla, Markus Lohner (72. Lukas Huck), Eric Adam (56. Robin Böhm), Lukas Müller (79. Dominik Bobinger), Maximilian Schmidt (46. Tino Joerss), Dennis Lechner - Spielertrainer: Dominik Bobinger
Schiedsrichter: Felix Brandstätter (Zamdorf)
Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Mert Sert (19.), 2:0 Mert Sert (54.), 2:1 Dennis Lechner (58.), 3:1 Alexander Seifert (87.)
Gelb-Rot: Fabian Ott (64./TSV Rain/Lech/Wiederholtes Foulspiel) (dra)