Verkehr

Baustelle sorgt für lange Staus in Donauwörth

Eine Ampel regelt den Verkehr an der Baustelle in der Nürnberger Straße. Das sorgt für lange Rückstaus. Bild: Mara Kutzner
40 Minuten für wenige hundert Meter, kilometerlange Rückstaus bis auf die B2 und zahlreiche Beschwerden bei der Polizei: Die Baustelle in der Nürnberger Straße sorgt derzeit für massive Verkehrsprobleme in Donauwörth. Jetzt wollen Polizei und Verkehrsbehörde reagieren.

Wegen der Erneuerung einer Wasserleitung ist die Nürnberger Straße seit Samstag abschnittsweise halbseitig gesperrt. Betroffen ist zunächst der Bereich zwischen der Einmündung „Am Spitzigen Berg“ und der Ottheinrichstraße, später folgt der Abschnitt bis zu Jurastraße. Der Verkehr wird über eine Ampel geregelt.

Die Maßnahme ist dringend notwendig, denn in der Vergangenheit kam es in diesem Bereich immer wieder zu geplatzten Wasserleitungen. Nun wird die Leitung vollständig erneuert. Die Bauzeit wurde bewusst in die vergleichsweise verkehrsarme Pfingstferienzeit gelegt. 

Trotzdem sorgt die Baustelle bereits nach wenigen Tagen für erhebliche Verkehrsprobleme. Wie Stephan Roßmanith, Sprecher und Verkehrsbeauftragte der Polizei Donauwörth, unserer Redaktion mitteilt, gingen zahlreiche Anrufe und Beschwerden ein – weniger wegen der Baustelle selbst, sondern vor allem wegen der langen Staus. „Am Feierabend hat man gestern von der Pflegstraße bis in die Nürnberger Straße rund 40 Minuten gebraucht“, berichtet er. 

Auch am Dienstagmorgen kam es zu massiven Rückstaus. Auf der B2 von Kaisheim kommend staute sich der Verkehr zeitweise bis hinter die Schöttlehöfe zurück. 

Grünphasen sollen verlängert werden

Die Polizei und die Stadt Donauwörth versuchen nun gegenzusteuern. Es wird versucht, die Ampelschaltung anzupassen: Morgens sollen die Grünphasen stadteinwärts verlängert werden, nachmittags und abends stadtauswärts. „Das ist die Theorie“, so Roßmanith. „Ob es auch in der Praxis funktioniert, bleibt abzuwarten.

Verkehrssituation in Donauwörth ist ohnehin angespannt

Hinzukommt die ohnehin angespannte Verkehrssituation in Donauwörth. Zusätzlich verschärft eine Sperrung im Bereich „Wilder Garten“ die Lage. Damit fällt der beliebte Schleichweg durch das Stadtmühlenfeld weg. Seit 18. Mai saniert das staatliche Bauamt die Donau-, Kessel- und Zusambrücke an der B16 bei Donauwörth. Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, finden die Arbeiten an der Südspange hauptsächlich nachts statt - tagsüber kann der Verkehr auf zwei Fahrstreifen mit reduzierter Geschwindigkeit passieren. 

Trotzdem gilt der Bereich an der B16 sowie die Arthur-Proeller-Straße insbesondere im Berufsverkehr ohnehin als stark belastet. Auch Rückstaus im Bereich der Umkehr und er Kapellstraßen sind ein bekanntes Problem. 

Polizei empfiehlt: Wenn möglich auf das Auto verzichten

Derzeit empfiehlt die Polizei besonders die Nürnberger Straße vor allem im morgendlichen Berufsverkehr sowie in den Feierabendstunden möglichst zu meiden. Wer kann, sollte antizyklisch fahren, Fahrgemeinschaften bilden, aufs Fahrrad umsteigen oder – wenn möglich – im Homeoffice arbeiten. 

Immerhin: Unfälle im Baustellenbereich, die die Verkehrslage zusätzlich verschärft hätten, gab es bislang zum Glück nicht. 

Die Bauarbeiten sollen zum Ende der Pfingstferien am 6. Juni abgeschlossen sein. 

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