Geschwindigkeitskontrollen

Jahresstatistik 2025: Mehr Temposünder in Donauwörth

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Über 2.800 Temposünder hat die Stadt Donauwörth 2025 registriert. Spitzenmonat war der Dezember, als in der Reichsstraße gemessen wurde.

Die Stadt Donauwörth zieht Bilanz zur kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung im Jahr 2025. Seit zwei Jahren wird in Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Kommunalunternehmen Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte an mittlerweile über 30 Messstellen im Stadtgebiet regelmäßig die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmer überwacht. 

Im Jahr 2025 wurden in Donauwörth insgesamt 2893 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Die durchschnittliche Beanstandungsquote betrug 2025 bei 3,59 Prozent - ein deutlicher Anstieg zu 2,68 Prozent im Jahr 2024. Diese Zahlen stellte Robert Roßkopf, Leiter Verkehrswesen bei der Stadt Donauwörth, in der jüngsten Bauausschusssitzung des Stadtrats vor. 

Kaum schwere Verstöße

Demnach handelte es sich 2025 bei fünf (Vorjahr: zehn) der festgestellten Verstöße um schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten, bei denen die Verkehrsteilnehmer zwischen 31 und 50 km/h innerorts zu schnell unterwegs waren. Die Folgen für die Temposünder 260 bis 400 Euro Bußgeld, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein Monat Fahrverbot. 

39 Mal führen die Verkehrsteilnehmer 21 bis 30 km/h zu schnell im Stadtgebiet. Da führte jeweils zu einem Bußgeld im Bereich zwischen 115 und 180 Euro sowie zu einem Punkt in Flensburg. 

Die deutliche Mehrzahl, nämlich 2716 der festgestellten Verstöße, lagen im geringfügigen Bereich. Die Geschwindigkeitsüberschreitungen lagen hier im Bereich von unter 10 bis 15 Stundenkilometern. Für die Verkehrsteilnehmer bedeutete diese jeweils Bußgelder im geringfügigen Bereich zwischen 30 und 70 Euro. 

Gemessen wurde im vergangenen Jahr insgesamt 79 Mal mit mobiler Messtechnik. Ein Messanhänger wurde zudem im Februar im 50er-Bereich der Zirgesheimerstraße, im Oktober im 50er-Bereich im Weidenweg und im Dezember in der Tempo-20-Zone in der Reichsstraße verwendet. 

Hohe Beanstandungsquote in der Reichsstraße

Gemessen wurde im vergangenen Jahr insgesamt 79 mal mit mobiler Messtechnik. Ein Messanhänger wurde zudem im Februar im 50er-Bereich der Zirgesheimer Straße (Beanstandungsquote 0,24 Prozent), im Oktober im 50er-Bereich im Weidenweg und im Dezember in der Tempo-20-Zone in der Reichsstraße verwendet. 

Mit 2,61 Prozent lag die Beanstandungsquote bei den Messungen in der Reichsstraße besonders hoch. Mit 1246 Beanstandungen im Dezember wurden hier fast die Hälfte aller Überschreitungen im gesamten Jahr registriert.

Fokus auf Bereich vor Schulen und Kindergärten

Besonders auffällig ist auch die hohe Beanstandungsquote im Bereich vor Schulen und Kindergärten. Wie schon 2024 lag hier bei 8,2 Prozent.  Die Stadt setzt deshalb auch 2026 wieder bewusst auf gezielte Kontrolle in diesen sensiblen Bereichen. 

Insgesamt verfolge die Stadt die Strategie, Standorte, die keine relevanten Ergebnisse liefern, künftig weniger zu berücksichtigen. Stattdessen wolle man gezielt dort messen, wo Verstöße gehäuft auftreten. Neue Messstellen sind bereits im Bereich der Parkstadt und in Nordheim geplant. 

Ziel: Mehr Verkehrssicherheit

Trotz der gestiegenen Verstöße bleibt die finanzielle Bilanz nahezu ausgeglichen. Für die durchgeführten Messungen sind der Stadt Kosten in Höhe von 70.536 Euro angefallen. Die Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern betrugen 70.512 Euro. 

Oberbürgermeister Jürgen Sorré betonte dazu, dass es nicht Ziel sei, die Stadtkasse dadurch aufzubessern. "Es geht nicht darum, die Bürger abzukassieren, sondern dort zu kontrollieren, wo es sinnvoll ist - mit Maß und Ziel", so Sorré. 

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