1. Juli 2020, 12:38

Arbeitslosenquote stagniert bei 2,3 Prozent

Bild: Bundesagentur für Arbeit
Der Arbeitsmarkt ist weiterhin durch die Corona-Pandemie getrübt. Die Anzahl der neuen Anzeigen auf Kurzarbeit geht aber mittlerweile deutlich zurück.

„Im Landkreis Donau-Ries hat sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat nicht verändert“, berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Donauwörth. „Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,3 Prozent und somit 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Aktuell sind 1.808 Menschen ohne Arbeit, das ist 1 (+0,1 Prozent) mehr als vor einem Monat und 700 (+63,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr.“

Im Monat Juni haben sich 397 Menschen neu arbeitslos gemeldet, 196 davon kamen aus einer Erwerbstätigkeit. Im Gegenzug beendeten nur 386 Personen die Arbeitslosigkeit, davon nahmen 178 eine Beschäftigung auf.
Von den 1.808 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 1.226 (plus 2 im Vergleich zum Vormonat) bei der Arbeitsagentur und 582 (minus 1 im Vergleich zum Vormonat) im Jobcenter Donau-Ries gemeldet.

Kurzarbeit

„Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt deutlich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt erkennen, wobei in den letzten beiden Monaten deutlich weni-ger neue Anzeigen hinzugekommen sind. Seit März 2020 bis Mitte vergangener Woche sind 1.239 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld eingegangen. Eine Anzeige wird oft auch vorsorglich und für mehr Mitarbeitende gestellt. Insgesamt beziehen sich die Anzeigen auf 31.858 Personen. Daraus lässt sich aber noch nicht schließen, wie viele Beschäftigte am Ende tatsächlich in Kurzarbeit waren und in welchem Stundenumfang Arbeitszeit ausgefallen ist. Diese Angaben liegen erst mit Zeitverzö-gerung vor. Und auch der „Fachkräftemangel“ ist trotz Corona weiter vorhanden. Mit dem „Arbeit-von-Morgen-Gesetz“ wurden die Fördermöglichkeiten des „Qualifizierungschancengesetzes“ nochmals verbessert und können sowohl von regulär Beschäftigten, wie auch von Personal in Kurzarbeit genutzt werden, appelliert Werner Möritz an die Arbeitgeber. (pm)