23. August 2018, 09:46

Treffen der bayerischen Citymanager in Friedberg

Das Sterben bayerischer Innenstädte geht weiter. „Wenn die Städte für den Einzelhandel und die Tourismuswirtschaft umsatzstarke verkaufsoffene Sonntage nach und nach verlieren, gibt es kaum noch Hoffnung für lebendige Innenstädte in Bayern.“ Klaus Stieringer, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes City- und Stadtmarketing Bayern e.V. findet deutliche Worte für die unhaltbare Situation vor der Innenstadtakteure stehen. Mit viel Engagement und häufig im Ehrenamt organisierte verkaufsoffene Sonntage, die den Familien gemeinsames Bummeln durch in die Innenstädte auch am Sonntag bieten, werden in den Kommunen gestrichen.
Donauwörth/Friedberg - Die Rechtslage ist unsicher seitdem die Verdi gemeinsam mit den Kirchen gegen den aktuellen Umgang mit der Genehmigung verkaufsoffener Sonntage klagen. Denn eigentlich stehen jeder Gemeinde maximal 4 Sonntage zur Verfügung und eine Vielzahl der Städte schöpfen diesen Rahmen auch voll aus. Nach aktueller Rechtsprechung dreht sich alles um die Frage: Wie viele Besucher kommen zu den Veranstaltungen, die rund um die Sonntage angeboten werden und wie viele kommen zum Shoppen? Die Bedeutung der Veranstaltung muss dabei deutlich im Vordergrund stehen. Der Einkauf muss zur Nebensache werden. Die Auslegung dieser Frage führt zu einer unerträglichen Rechtsunsicherheit.
„Wir fordern von der neuen Landesregierung endlich ein bayerisches Ladenöffnungsgesetz. 4 Sonntage müsse ohne Anlassbindung in jeder Gemeinde möglich sein,“ so die stellv. Vorsitzende des AKCS e.V. und geschäftsführende Vorsitzende der City-Initiative-Donauwörth, Christiane Kickum. „ Wir mussten bereits auf einen Einkaufssonntag verzichten und bei den anderen drei das Gebiet auf die Innenstadt begrenzen. Die Planungsunsicherheit ist ein unhaltbarer Zustand.“
Die dritte Fachtagung des Zusammenschlusses bayerischer Stadtmarketingfachleute fand in Friedberg mit Rekordbeteiligung statt. Das Thema Ladenöffnung wurde gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Bayern, Wolfgang Puff, leidenschaftlich diskutiert. Auch der Einzelhandel fordert Rechtssicherheit bei der Stärkung der Innenstädte und somit 4 verkaufsoffene Sonntage ohne Anlassbindung.
Darüber hinaus gab Klaus Stieringer einen Überblick über die erfolgreiche Organisation großer innerstädtischer Events und deren Finanzierung. „Sponsoring, aber richtig gemacht“ lautet das Zauberwort.
Neue Formen der Kommunikation bieten chat-bots. Eingebunden in die technische Umgebung von WhatsApp kann Unternehmens- und Innenstadtkommunikation ganz neu gestaltet werden. Aktuellste Informationen zu allem, was in einer Stadt passiert bekommen die Nutzer als Nachricht auf ihr Smartphone. Falk Zimmermann, von Whatsbraodcast, gab einen beeindruckenden Einblick in die Welt der Kommunikation über sogenannte Messenger wie eben WhatsApp. (pm)