Erwin Gufler, Obermeister der Schreinerinnung Donau-Ries, hieß die Freizusprechenden mit Familien sowie die Gäste aus Politik und Wirtschaft beider Landkreise herzlich willkommen. In seiner Rede betonte er: „Unser Handwerk braucht Mitarbeiter, die ihren Beruf mit Leidenschaft und Freude ausüben, nicht zuletzt mit viel Idealismus.“
Nach dem Auftakt durch das Streichertrio „Classissimo“ gratulierte Oberbürgermeister Jürgen Sorré im Namen der Stadt und des Stadtrates. Er freue sich, an diesem Ort – Woha ist ein fester Anker in der Geschäftswelt Donauwörth – auf junge talentierte Handwerker zu treffen, die voller Tatendrang auf die Zukunft blicken.
Landrat Michael Dinkelmeier fand in seiner Festrede aufmunternde Worte für die jungen Fachkräfte. Sie könnten mit Stolz als Botschafter der Handwerkskultur auftreten, die Gesellschaft brauche die Beständigkeit eines Schreiners, einer Schreinerin. Herr Dinkelmeier verbindet diesen Beruf mit gelebter Nachhaltigkeit und gab den jungen Menschen folgenden Satz mit auf den Weg: „Zukunft kommt nicht von selbst, wir gestalten sie!“ Dass die jungen Schreiner/innen „Macher des Handwerks“ sind, haben sie bereits mit ihren Gesellenstücken bewiesen.
Mit den Worten „Kein Handwerk ohne Lehrzeit – keine Gesellschaft ohne Handwerk“ sprach OM Gufler die jungen Damen und Herren frei und erhob sie in den Gesellenstand. Als Prüfungsbester mit der Traumnote 1,0 wurde Tobias Haindl von der Schreinerei Thomas und Tobias Storr GbR aus Donauwörth geehrt.
Bei der Verleihung des Preises „Die Gute Form“ werden besondere Gesellenstücke ausgezeichnet. Seit Jahren unterstützt die Sparkasse Nordschwaben den Wettbewerb mit Preisgeldern. Den 1. Platz sicherte sich Jonah Angerer von der Schreinerei Heiss aus Oettingen mit einem Hängesideboard aus Eiche und Linoleum. Martin Jenewein von der Sparkasse Nordschwaben würdigte in seiner Laudatio das Gesellenstück mit der klaren und eleganten Form. Die hinterleuchteten Fräsungen an den Schubfronten zeugen von der Fähigkeit, Gefühl für Materialien zu entwickeln und neue Ideen umzusetzen. Herr Jenewein gratulierte auch im Namen der Jury zu dieser „klasse Leistung“.
Platz 2 belegte Clara Franke von der Schreinerei Maierhofer aus Rain-Staudheim mit ihrem Schreibtisch „arrondi“. Platz 3 teilen sich Amelie Kling von Herrmann – die Möbelwerkstätte aus Alerheim und Michel Lechner von der Schreinerei Holger Michel aus Marktoffingen.
Die Gesellenstücke sind im gesamten Kaufhaus Woha arrangiert und werden nun bis 28.09.2026 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Besucher dürfen ihr Lieblingsstück auswählen und können dabei einen Woha-Gutschein in Höhe von 250 Euro gewinnen. (dra)