Besuch

Telemeter Electronic ist „Hidden Champion“ unserer Heimat

Alexander Fischer, Dr. Fabian Mehring, Michael Bosse, Jürgen Sorré, Bernhard Strasser und Thomas Schröttle bei Telemeter Electronic. Bild: Telemeter Electronic GmbH
Auf Einladung von Michael Bosse war der Landtagsabgeordneter Dr. Mehring und Oberbürgermeister Jürgen Sorré zu Gast bei Telemeter Electronic GmbH in Donauwörth.

Über Besuch aus der bayerischen Landespolitik freute sich die Geschäftsleitung der Telemeter Electronic GmbH in Donauwörth. Mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Fabian Mehring kam der Parlamentarische Geschäftsführer der FW-Regierungsfraktion im Landtag zum Spezialisten für Hochfrequenz- und Messtechnik, Temperaturmanagement und modernste Kamerasysteme für Aufnahmen aus dem Luftraum. Begleitet wurde Mehring von Donauwörths Oberbürgermeister Jürgen Sorré und dessen Stellvertreter Michael Bosse, der bei den Wahlen im Herbst in den Landtag einziehen will und den Termin über seinen direkten Draht zu Mehring organisiert hatte.

Das vor knapp 60 Jahren gegründete mittelständische Unternehmen beliefert mit seinen etwa 80 Mitarbeitern aus Donauwörth den Weltmarkt mit zahlreichen High-Tech-Produkten. Zu den Kunden gehören dabei vor allem die europäische Industrie sowie die Luftfahrtbranche. Hierfür hat Telemeter Electronic mit der Global Aviation Systems GmbH extra ein hochspezialisiertes Unternehmen gegründet, wie Geschäftsführer Thomas Schröttle betont. „Alles, was Sie rund um die Hubschrauber und Flugzeuge auf einem Rollfeld sehen, könnte von uns stammen“, erklärt das Mitglied der Geschäftsleitung Alexander Fischer gegenüber der Delegation aus der Kommunal- und Landespolitik. Zum Portfolio des Donauwörther Familienunternehmens gehören dabei auch Systeme zur Wartung von einzelnen Hubschrauberteilen, wie etwa Wuchtsysteme für Rotorblätter. Dafür hat das Unternehmen zahllose Verfahren entwickelt, um die Unwucht von Rotorblättern während des Fluges zu vermessen und um sie anschließend zu reduzieren. „Das ist wie bei einem Auto. Wenn die Reifen nicht gewuchtet sind, kann es ganz schön ruppig werden“, schmunzelt Fischer über die Testflüge.

Ein neues Geschäftsfeld erobert sich der Donauwörther Erfolgsbetrieb derzeit mit Kamerasystemen für Hubschrauber. Neben Airbus Helicopters, die in unmittelbarer Nähe zum Unternehmen ihren Sitz haben, gehören vor allem auch die deutsche Bundeswehr und einige Landespolizeien zu den Kunden der Global Aviation Systems GmbH. Auch die bayerische Polizei wird demnächst Luftaufklärung mithilfe der Systeme aus Donauwörth betreiben. „Dabei liegt uns vor allem die persönliche Betreuung unserer Geschäftspartner sehr am Herzen“, informiert Bernhard Strasser, Mitglied der Geschäftsleitung. Der von ihm verantwortete Unternehmensteil kümmert sich dabei nicht nur um die ideale Konfiguration der Kameras, sondern auch um Wartung und Support der Systeme. „Unsere Kameras können Autokennzeichen von bis zu 2,3 km Entfernung gestochen scharf aufzeichnen“, berichtet Inhaber Schröttle, dessen Vater das Unternehmen gründete. Wie Schröttle berichtet, sind die Kameras dabei enormen Belastungen und Vibrationen ausgesetzt, was jede Menge Spezialwissen erfordert.

 

Mehring ist begeistert von der Erfolgsgeschichte

Entsprechend begeistert zeigte sich Landespolitiker Mehring von der „bemerkenswerten Erfolgsgeschichte aus dem Herzen des Mittelstandes unserer Heimat“. Mehring: „Corona und die Energiekrise haben uns die besondere Widerstandsfähigkeit und Innovationskraft der familiengeführten Mittelständler in unserer Heimat eindrucksvoll vor Augen geführt. Unternehmen wie Telemeter Electronic sind echte Hidden Champions, unter deren Dach High-Tech und Heimat auf besondere Weise zusammenfinden. Aus der Mitte unserer Region beliefern sie die die ganze Welt, worauf wir sehr stolz sein können“, lobte Mehring. Im Zuge dessen sagte der FW-Landespolitiker zu, dem Betrieb auch Türen zur Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen öffnen zu wollen. „Aus meiner Sicht muss nichts an internationale Großkonzerne im Ausland vergeben werden, was unser heimischer Mittelstand mindestens genauso gut kann“, sagte Mehring.

Stolz auf den besonderen Arbeitgeber in ihrer Heimatstadt zeigten sich auch Oberbürgermeister Sorré und sein Stellvertreter Michael Bosse und waren sich einig: „Bei Telemeter trifft bemerkenswertes Know-How auf innovativen Unternehmergeist und eine familiäre Betriebskultur. Das passt zu Donauwörth wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge“, sind Bosse und Sorré sich unisono einig. (pm)