Filmwettbewerb

Moviebande: Vier Filme aus Nördlingen schaffen es ins Bundesfinale

Andreas Klüpfel, Renate Korte, Dieter Scholz, BDFA-Präsident Marcus Siebler Bild: Manfred Krause
Die Moviebande der Grundschule Nördlingen-Mitte und Filmautor Dieter Scholz qualifizierten sich mit vier Filmen für das Bundesfinale der Deutschen Amateur-Filmfestspiele in Karlsruhe.

Die Deutschen Amateur-Filmfestspiele (DAFF) 2026 in Karlsruhe sind zu Ende gegangen. Für die Moviebande der Grundschule Nördlingen-Mitte und den Nördlinger Filmautor Dieter Scholz waren die vier Festivaltage ein besonderer Höhepunkt. Gleich vier Filme hatten sich zuvor für das Bundesfinale des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA) qualifiziert. Damit schafften es die jungen Nachwuchsfilmer und ihr Mentor auf die höchste Wettbewerbsebene des nichtkommerziellen Films in Deutschland.

Auch wenn es am Ende nicht für einen der begehrten BDFA-Filmpreise reichte, gab es viel Grund zur Freude. Die Jury zeigte sich voll des Lobes für die Filme der Moviebande und die Produktionen von Dieter Scholz. Allein die Qualifikation für die DAFF ist ein großer Erfolg, denn der Weg dorthin führt über mehrere anspruchsvolle Wettbewerbsstufen. Selbst erfahrene Filmemacher mit herausragenden Produktionen schafften es in diesem Jahr nicht bis nach Karlsruhe.

Drei Filme schaffen es nach Karlsruhe

Die Moviebande war mit einer bemerkenswerten Bandbreite vertreten. Der Dokumentarfilm „Mondstein 66075“ erhielt beim Bundesfilmfestival Dokumentarischer Film in Castrop-Rauxel eine Silbermedaille. Er erzählt von einem echten Mondstein im Rieskratermuseum Nördlingen und schlägt eine faszinierende Brücke zwischen dem Nördlinger Ries und der Apollo-16-Mission.

Auch die beiden Filme von Dieter Scholz, die in Zusammenarbeit mit der Moviebande entstanden, schafften die Qualifikation für Karlsruhe. In „Mimmi auf Futtermission“ behauptet sich eine clevere Maus in einer Gartenlaube gegen eine Falle. Der humorvolle Kurzfilm überzeugte bereits beim Bundesfilmfestival Natur. Der Minutenfilm „Operation Snack“ erreichte beim Deutschen Minutenwettbewerb die besten acht Beiträge unter 42 Einsendungen. Im spannenden Publikumsvoting im K.-o.-System war bereits im Viertelfinale gegen den späteren Sieger „Zugverspätung“ Schluss.

"Erfolg, auf den alle Beteiligten stolz sein können"

Ein weiterer Erfolg kam bei den Bayerischen Amateur-Filmfestspielen hinzu: Die Dokumentation „Digital verbindet – wenn Senioren und Lotsen gemeinsam lernen“ qualifizierte sich direkt für das Bundesfinale. Der Film zeigt, wie Digitallotsen älteren Menschen den Zugang zur digitalen Welt erleichtern und damit Begegnungen zwischen den Generationen ermöglichen.

Für einen besonderen Moment bei den diesjährigen Filmfestspielen sorgte die Verleihung des Jugendpreises an die 26-jährige Schauspielerin Egzona Fetahaj für ihren Film „Speak“. Sie ist als Schauspielerin aktiv und seit Kurzem auch Mitglied im BDFA.

Für Dieter Scholz und die Moviebande bleibt von den Deutschen Amateur-Filmfestspielen vor allem die Erfahrung, mit vier Produktionen auf Bundesebene vertreten gewesen zu sein und die eigenen Arbeiten vor einem fachkundigen Publikum präsentieren zu können.

Auch ohne Filmpreis ist die Teilnahme an den DAFF ein Erfolg, auf den alle Beteiligten stolz sein können. Denn schon die Qualifikation für das Bundesfinale ist eine Auszeichnung für sich – und zugleich Motivation, auch künftig mit neuen Ideen, Kreativität und Begeisterung Filme zu machen. (dra)