Festakt

Hans-Leipelt Schule als Botschafterschule für das Europäische Parlament geehrt

MdEP Markus Ferber, Schulleiterin Anja Heßlinger sowie Simone Götz (Mitte) und Barbara Heinrich (3. von links) freuen sich mit Schülern der AG EPAS über die Auszeichnung als Botschafterschule. Bild: Hans-Leipelt-Schule
Mit einer festlich geschmückten Aula voller bunter Europafahnen und zwei hochkarätigen Gästen aus Politik und Wissenschaft feierte die Hans-Leipelt-Schule ihren diesjährigen Europatag. Als offizielle Botschafterschule für das Europäische Parlament beging die Schule den Tag bereits zum zweiten Mal – und setzte damit ein starkes Zeichen für europäische Bildung und Engagement.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Diskussionsrunde mit Herrn Markus Ferber, langjährigem Mitglied des Europäischen Parlaments, und der Politikwissenschaftlerin Dr. Mechthild Roos von der Universität Augsburg. Eröffnet wurde die Diskussion mit der Bitte, Europa mit nur einem Wort zu beschreiben:  Während Ferber spontan „Frieden“ nannte, beschrieb Dr. Roos Europa als „Zuhause und unterstrich, wie wichtig eine persönliche Haltung zu Europa sei: „Jedes Gefühl im Hinblick auf Europa ist in Ordnung – das Schlimmste wäre Gleichgültigkeit.“ Eine zuvor von der AG durchgeführte Umfrage in der Schülerschaft unter dem Motto „Europa und ich?!“ hatte bereits verdeutlicht, wie sehr europäische Politik den Alltag junger Menschen prägt.

In einer lebhaften Diskussion ging es um aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union – vom Mercosur-Abkommen über die außenpolitische Neuausrichtung der USA bis hin zu geopolitischen Spannungen und der zukünftigen Rolle der NATO. Ferber gewährte dabei persönliche Einblicke in seine alltägliche parlamentarische Arbeit. Er betonte, wie wichtig es sei, nationale Interessen zugunsten gemeinsamer europäischer Ziele zurückzustellen, um als geeinte Gemeinschaft erfolgreich zu sein. Gerade für die Region mit ihren vielen mittelständischen Unternehmen sei eine starke EU unverzichtbar. Europa begegne den Menschen täglich – in der Arbeitswelt ebenso wie beim Verbraucherschutz und bei zahlreichen Produkten des Alltags. Zudem erinnerte Ferber daran, dass die EU weltweit die einzige Organisation sei, in der Menschenrechte einklagbar sind.

Gewürdigt wurde an diesem Tag insbesondere die Aufnahme der Hans-Leipelt-Schule in das Netzwerk der Botschafterschulen für das Europäische Parlament. Die betreuenden Lehrkräfte Simone Götz und Barbara Heinrich sowie die engagierten Juniorbotschafter organisieren regelmäßig verschiedenartige Projekte wie den „Tag der Sprachen“, nehmen an internationalen Botschaftertreffen und Konferenzen teil und machen somit Europa für die Schulgemeinschaft der Hans-Leipelt Schule immer wieder aufs Neue erlebbar.

Begleitet wurde der Europatag von einer „Europäischen Pause“ des SOR-Teams, der Ausstellung „Europa on Tour“, sowie Informationen zu den zahlreichen europäischen Projekten der Schule. Die Feier endete stimmungsvoll zu den Klängen der Europahymne – und mit der gemeinsamen Erkenntnis, dass es eine tägliche Aufgabe ist, sich für Europa und ein friedliches Zusammenleben einzusetzen. (dra)