27. Februar 2019, 15:59

Asylbewerber will nicht umziehen

Symbolbild Bild: pixabay
Eine afghanische Familie soll von Holzheim nach Marxheim umziehen. Davon ist der 27-Jährige Vater wenig begeistert und droht deshalb damit sich und seine Familie umzubringen.

Als die Polizei Rain für die Ausländerbehörde des Landratsamtes Donau-Ries Amtshilfe leisten will, widersetzt sich ein 27-Jähriger afghanischer Asylbewerber, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Eine in Holzheim untergebrachte vierköpfige Familie afghanischer Herkunft, sollte von Holzheim nach Marxheim umziehen. Dies wurde der Familie bereits mehrere Wochen vorher von der Ausländerbehörde angekündigt und auch bei Gesprächen erklärt. Am Dienstag sollte der Umzug von statten gehen, heißt es in der Mitteilung der Gesetzeshüter.

Polizei muss eingreifen

Allerdings drohte der Familienvater damit, dass er im Falle eines zwanghaften Umzuges sich und seine Familie umbringen werde. Er riss seine 4-jährige Tochter massiv an den Haaren an sich, worauf die Polizei zum Wohl des Kindes eingegriffen hat. Die Beamten brachten den 27-jährigen Mann unter massiver Gegenwehr zu Boden. Noch während er gefesselt wurde, versuchte er mit den Füssen die Polizisten zu verletzen. Beide Eheleute wurden aufgrund ihres psychischen Zustandes in eine Klinik eingeliefert, die Kinder wurden vom Jugendamt untergebracht. Zwei Polizeibeamte zogen sich leichte Verletzungen zu, blieben aber dienstfähig.

Der Afghane wurde ebenfalls leicht verletzt. Gegen ihn wird ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung zum Nachteil seines eigenen Kindes eingeleitet. (pm/dra)