23. Oktober 2020, 16:31

Rentnerin missbraucht massiv Notrufleitungen

Bild: pixabay
Den Sinn einer Notrufleitung nicht verstanden hat an der Nacht zum Freitag eine 67-Jährige aus einem Ortsteil von Kaisheim, die nicht zum ersten mal negativ auffiel.

Am frühen Morgen des 23.10.2020, um 02.38 Uhr, meldete sich eine 67-jährige Frau aus einem Kaisheimer Ortsteil am polizeilichen Notruf und gab an, dass sie von ihrem Ehemann massiv gewürgt und geschlagen worden sei. Vor Ort konnten von einer Streifenbesatzung der PI Donauwörth die deutlich alkoholisierte 67-Jährige sowie ihr wenig älterer Ehemann angetroffen werden. Die Frau war entgegen ihrer Angaben komplett unverletzt.

Da sie bereits zuvor von ihrem Handy aus 51 Mal an einem Tag per Notruf die Einsatzzentrale und zusätzlich zwölf Mal die integrierte Leitstelle anrief - unter anderem, um Bestellungen von Alkoholika aufzugeben - wurde bereits das verwendete Mobiltelefon der Rentnerin polizeilich sichergestellt und ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen und Beeinträchtigung von Nothilfemitteln eingeleitet. Da sie nun für den erneuten, missbräuchlichen Anruf das Telefon ihres Mannes verwendete, stellten die Beamten mit dessen Einverständnis auch dieses vorübergehend sicher.

Das hinderte die Dame jedoch nicht, um 04.15 Uhr mit einem weiteren Telefon erneut den Notruf zu kontaktieren. Vor Ort konnten die Donauwörther Inspektionsbeamten abermals keine Verletzungen bei der Frau feststellen. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden aufgenommen. (pm)