In den vergangenen beiden Tagen meldeten sich zahlreiche Geschädigte sogenannter „Schockanrufe“ telefonisch bei der Donauwörther Inspektion. Mit der bereits bekannten Masche wurden angebliche Notsituationen von nahen Verwandten vorgetäuscht und die Angerufenen damit versucht zu überzeugen, hohe Geldbeträge oder Schmuck an Mittelsmänner auszuhändigen.
Unter anderem sollte eine 87-jährige Frau aus dem Raum Donauwörth 100.000 Euro für Krebsmedikamente aus der Schweiz übernehmen. Von einer 54-jährigen Frau aus dem Raum Wemding wurden 80.000 Euro als Kaution nach einem erfundenen tödlichen Verkehrsunfall verlangt. In manchen Fällen wechselten die Täter mitunter von Sohn auf Tochter oder zurück, wenn ein zuerst genanntes Verwandtschaftsverhältnis verneint wurde. Glücklicherweise kam es in keinem der angezeigten Fälle zu einem Vermögensschaden, da die jeweils Angerufenen den Betrugsversuch erkannten und auflegten.
Die Beamten leiteten in allen gemeldeten Fällen strafrechtliche Ermittlungen ein und raten weiterhin:
- Bei Druck, Geldforderungen oder verdächtigen Anrufen sofort das Gespräch beenden.
- Nicht unter Druck setzen lassen: Betrüger erzeugen gezielt Schockmomente. Tief durchatmen und nicht überstürzt handeln.
- Rufen Sie Ihre Verwandten unter deren bekannter Telefonnummer an.
- Wählen Sie selbst den Notruf 110 (nicht die Rückruftaste!), um den Vorfall zu melden.
- Sprechen Sie am Telefon nie über finanzielle Verhältnisse. Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder Gold an Unbekannte, egal als was sich die Personen ausgeben.
Auch in Rain und Umgebung wurden bei der zuständigen Polizeiinspektion Rain zwei Anrufe in den vergangenen Tagen gemeldet. (dra)