1. November 2015, 12:30

Weltenbummlerin: Conni aus Donauwörth bloggt aus der ganzen Welt

Conni in ihrem Strandbüro. Die Welt ist ihr Zuhause Bild: Suki Zoe Photography
Die Welt ist ihr Zuhause, der Strand ihr Büro ...
Conni Biesalksi, ursprünglich aus Donauwörth, hat das Büro gegen jeden erdenklichen Ort auf der Welt ausgetauscht. Sie reist als digitale Nomadin durch die ganze Welt und teilt ihre Erfahrungen auf ihrem Blog planetbackpack.de. Wir haben mit ihr ein E-Mail-Interview geführt.
Wo befindest du dich gerade im Moment, in dem du unsere Fragen beantwortest?
Ich bin gerade auf der Insel Koh Phangan in Thailand.
Conni mit Yogamatte und Laptop - mehr braucht sie nicht zum Leben Bild: Suki Zoe Photography
Du kommst ja eigentlich aus Donauwörth. Warum hast du dort alle Zelte abgebrochen?
Ich habe Donauwörth eigentlich schon mit 15 verlassen. Meine Familie wohnt noch dort, aber ich habe seitheir rund um die Welt und auch ein wenig in Berlin gelebt. Mich hat es einfach schon immer raus in andere Länder gezogen, das liegt einfach in meiner Natur. So bin ich mit 15 auf ein Austauschjahr in den USA, danach hab ich mein Abi in England gemacht und bin dann immer weiter und weiter ...
Wie haben Familie und Freunde reagiert?
Ich glaube, dass meine Familie nie gedacht hat, dass ich oder meine Geschwister unser Leben lang in Donauwörth bleiben würden. So gut wie all meine Freunde wohnen auch schon lange nicht mehr dort. Irgendwann musste sich meine Familie daran gewöhnen, dass ich viel unterwegs bin und die Welt mein Zuhause ist.
Kommst du noch manchmal zurück nach Donauwörth?
Wenn ich in Deutschland bin - meistens im Sommer - komme ich gerne nach Donauwörth, um meine Familie zu besuchen. Manchmal treffe ich auch meine Geschwister oder meine Eltern irgendwo auf dieser Welt.
Du beschreibst dich selbst als digitale Zen Nomadin. Was bedeutet das für dich?
Ein digitaler Zen Nomade ist jemand, der ortsunabhängig lebt und arbeitet und dabei Yoga, Meditation, gesunde Ernährung und eine bewusste, achtsame und holistische Lebensweise in seinen ortsunabhängigen Lifestyle integriert. Das digitale Zen Nomadentum geht weg von purem Sithseeing und traditionellem Fast Food Tourismus, hin zu Slow Travel als digitaler Nomade und Reisen als spirituelles Erlebnis. Ich würde noch hinzufügen, dass das Business eines digitalen Zen Nomaden von Herzen kommt, nicht nur zahlen- und geldorientiert ist, sondern wirklich das Leben anderer Menschen positiv verändern möchte.
Den Laptop kann ich überall einstöpseln Bild: Suki Zoe Photography
Du schreibst auf deinem Blog zum Thema Reisen und Backpacking, über dein Leben als vegane Yogini und digitale Nomadin. Wie sieht für dich ein "normaler (Arbeits-)tag aus?
Jeder Tag sieht ein wenig ander aus. Ich stehe meist so gegen 7 oder 8 Uhr auf und gehe erstmal meiner Morgenroutine für ein paar Stunden nach: Meditation, Oil Pulling, heißes Zitronenwasser trinken, Frühstück, Lesen, Lernen, Yoga. Ich versuche meine kreative Arbeit wie Schreiben morgens oder mittags zu machen, um dann den Rest des Tages meinem Leben abseits des Bildschirms nachzugehen oder um mich dann administrativen Dingen und E-Mails zu widmen. Im Schnitt verbringe ich wohl etwa zwischen 2 und 6 Stunden am Tag am Laptop. Ich nehme mir auch regelmäßig Tage frei, wenn ich Lust dazu habe. Yoga versuche ich imer irgendwie unterzubringen.
Wie kann man als Blogger tatsächlich Geld verdienen?
Ich persönlich verdiene derzeit mein Geld über Affiliate-Marketing (Empfehlungsmarketing) sowie über den Verkauf meines E-Book Kurses und des Blog Camp Onlinekurses. Mit Ersterem bringe ich Leuten bei, wie sie mein Leben führen können. Letzteres hilft angehenden Bloggern, professionell und erfolgreich zu werden.
Leichtes Gepäck Bild: Suki Zoe Photography
In welchen Ländern warst du schon überall? Gibt es Favoriten?
In zu vielen, um sie alle aufzulisten. Ich habe auch irgendwann aufgehört zu zählen, weil mir die Zahl nicht wichtig ist. Es waren vielleicht um die 60. Ich bin großer Fan von Mexiko und Bali. Dort habe ich in den letzten Jahren viel Zeit verbracht. In Bali habe ich dieses Jahr vier Monate gelebt und werde mich dort auch bald wieder für länger niederlassen.
Hast du schon mal daran gedacht, sesshaft zu werden? An einem Ort, der dir gefällt einfach zu bleiben?
Über die klassische Sesshaftigkeit denke ich (noch) nicht nach. Ich kann mir vorstellen, irgendwann mehrere Homebases auf dieser Welt zu haben. Bali kommt dem wohl  momentan sehr nahe. Eventuell werde ich mir dort für eine längere Zeit ein Haus nehmen und dann mal sehen... Aber ich plane sehr wenig in die Zukunft, denn immer ist alles möglich im Leben.
Wo wirst du "überwintern" und Weihnachten verbringen?
Wie es aussieht wohl inBali.