19. Februar 2021, 11:24
Corona-Virus

Landkreis mit fünft niedrigstem Inzidenzwert Deutschlands

Im Landkreis Donau-Ries zeigt der lange Lockdown endlich seine Wirkung. Der Inzidenzwert liegt mittlerweile bei unter 20. Bild: pixabay
Gute Neuigkeiten für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Donau-Ries. Mit einem Inzidenzwert von 15,7 steht man aktuell auf Rang fünf der Landkreise mit dem niedrigsten Inzidenzwert - und das bundesweit.

Während der aktuellen Pandemie und dem damit verbunden Lockdown, werden immer wieder Stimmen laut, die die Existenz des Covid-19 Virus anzweifeln oder zumindest die damit einhergehenden Maßnahmen kritisieren und für überzogen halten. Die täglich vom RKI veröffentlichten Zahlen belegen aber recht eindeutig, wie wichtig die Einhaltung der Ausgangssperre der letzten Monate für die Region war. Mit einem Inzidenzwert von 15,7 hat man den aktuell fünftniedrigsten Inzidenzwert erreicht - sogar bundesweit.

Das weiß auch Landrat Stefan Rößle und bestätigt: "Zu den aktuellen Zahlen beigetragen haben sicherlich viele verantwortungsvolle Menschen, die sich jetzt schon sehr lange an die Einschränkungen halten und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, im Gesundheitsamt und allen unterstützenden Bereichen, die einen guten Job machen."

Im bayernweiten Vergleich sogar auf Platz drei

Im bayernweiten Vergleich liegt der Landkreis sogar auf dem dritten Platz. Lediglich die Kreise Schweinfurt (7,4)  und Ingolstadt (12,5) haben einen niedrigeren Wert als das Donau-Ries. Stefan Rößle betont in diesem Zusammenhang aber noch einmal, dass die Region keinen Sonderstatus auf Bundesebene innehat und macht klar: "Ein Vergleich kann und sollte nur zum Durchschnitt der benachbarten Landkreise gezogen werden."
Bei diesem Blick zeigt sich, dass die schwäbischen Landkreise Neuburg-Schrobenhausen (13,36), Aichach-Friedberg (22,28), Günzburg (18,89) und Dillingen an der Donau (23,82) allesamt unter den Top 30 der Landkreise mit dem niedrigsten Inzidenzwert rangieren. Laut Stefan Rößle ein Zeichen dafür, dass die Werte eher auf das allgemeine Sinken der Infektionslage in der Region zurückführen sind.

Positive Entwicklung im Krankenhaus spürbar

Der Virus und seine Auswirkungen waren in den letzten Monaten für kaum jemanden so greifbar wie für die Krankenhäuser der Region. Überfüllte Intensivstationen und mögliche Überbelegung prägten das Leben des Krankenhauspersonals, weshalb auch Jürgen Busse, Vorstandschef der Donau-Ries Kliniken und Seniorenheim mittlerweile eine positive Entwicklung feststellt: "Wir spüren die sinkenden COVID-19-Ansteckungszahlen im Landkreis auch in unseren Kliniken und Seniorenheimen. Die Lage entspannt sich langsam. Es gibt weniger Intensivpatienten als noch vor einigen Wochen."

In diesem Zusammenhang gab die Klinik Donauwörth außerdem bekannt, dass ab Montag, 22. Februar wieder Patientenbesuche - täglich von 14.00 bis 17.00 Uhr - möglich sein werden. Die Besuchszeit begrenzt sich dabei pro Patient auf eine Stunde, ähnlich wie es bereits vor  Besuchsverbot der Fall war. 

 

Weiterhin keine Lockerungen für Einzelhandel und Gastronomie

Für Gastronomie und Einzelhandel wird es trotz der Zahlen vorerst keine Lockerungen geben. "Selbstverständlich sind Unsicherheiten und fehlendes Verständnis bei den Bürgern nachvollziehbar", macht Landrat Rößle klar, ruft aber zeitgleich dazu auf, sich an die Hochinzidenz-Wochen zu erinnern: "Auch wenn die Zahlen unter den noch vorherrschenden Einschränkungen sinken, so raten wir weiterhin zu großer Vorsicht bei anstehenden Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen und appellieren an die Selbstverantwortung der Bürger."

Wann und wie Lockerungen in den nächsten Wochen von Statten gehen werden, bleibt also weiterhin ungewiss, wie auch Landrat Rößle bestätigt: "Bei einer solchen Entscheidung müssen mehrere Fachkompetenzen einen gemeinsamen Kompromiss finden. Allein aus medizinischer Sicht kann diese Entscheidung und somit auch eine prognostische Einschätzung nicht getroffen werden."