10. April 2019, 11:00

Ausflug in die Nachbarschaft ...

Bild: Bad Urach Tourismus
Die Besiedlung der Schwäbischen Alb durch den Menschen begann vor 40000 Jahren. Hier erbaute er imposante Märchenschlösser und mit dem Ulmer Münster den höchsten Kirchturm der Welt.

Geologisch gesehen ist die Schwäbische Alb ein Mittelgebirge, das sich vom Hochrhein im Südwesten bis zum Nördlinger Ries, welches sie von der Fränkischen Alb abgrenzt, erstreckt. Im Südosten bilden der Hegau und die Donau die natürliche Grenze der Alb, im Westen wird die Alb von der Baar und der Wutach begrenzt und nach Norden hin vom oberen Neckarland, Schurwald, Welzheimer Wald und von den Ellwanger Bergen. Für Wanderungen und Bootstouren ist die Schwäbische Alb durch ihre weiten Landschaften und die zahlreichen Flüsse geradezu prädestiniert. Aber auch für Kulturliebhaber hat die Region einiges zu bieten. So gibt es zahlreiche Burgen und Schlösser, die es zu erkunden gilt.

INFORMIEREN

Wer einen Ausflug auf die Schwäbische Alb plant und sich gerne informieren möchte, was die Alb alles zu bieten hat, kann das beim dortigen Tourismusverband machen.

> www.schwaebischealb.de

DIALEKT

Auf der Schwäbischen Alb wird natürlich Schwäbisch g‘schwätzt – für alle Schwaben natürlich der schönste Dialekt der Welt.

SCHLEMMEN

Allerlei Gerichte sind typisch für die Schwäbische Alb. Allen voran die original schwäbischen Maultaschen oder Linsen mit Spätzle. Dazu passt auch ein Bier aus Ehingen oder Zwiefalten, aus örtlichen Brauereien, die ihr Handwerk verstehen.

RUMKOMMEN

Rumkommen kann man auf der Schwäbischen Alb mit der nostalgischen Schwäbische Alb-Bahn. Die Strecke von Schelklingen hinauf nach Münsingen und Engstingen, vorbei an urtypischen Landschaften wie Streuobstwiesen und Wacholderheiden, durch das romantische Schmiechtal mitten in das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Auch Nostalgiefahrten zu verschiedenen Themen werden angeboten.

> www.alb-bahn.com

Bild: angieconscious/pixelio

Den Blautopf erkunden

Der Blautopf Blaubeuren liegt im Alb-Donau-Kreis, 20 km westlich von Ulm, in einem Tal der Urdonau. Vom Donau-Ries aus erreicht man die „Perle der Schwäbischen Alb“, wie der Blautopf auch genannt wird, in 1,5 Stunden – perfekt für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie. Am Blautopf erwartet den Besucher ein wahres Naturphänomen: Je nach Sonneneinstrahlung funkelt das Wasser des knapp 40 Meter breiten Tümpels kobaltblau bis türkis. Ein extrem seltener Effekt, der von kleinen Kalkteilchen im Wasser verursacht wird. Schön und mystisch zugleich. Aber nicht nur das hat der Blautopf zu bieten. Auch ein Besuch der Hammerschmiede lohnt sich. Die 1804 vom Hufund Waffenschmied Abraham Friedrich betriebene Hammerschmiede mit Schleiferei wurde bis 1889 in ihrer ursprünglichen Art betrieben. Danach wurde sie als mechanische Werkstatt weitergeführt, die bis 1956 funktionstüchtig war. Bis zum Anfang der 60-er Jahre diente das Blautopfhaus der Stadt Blaubeuren als Abstellraum, ehe man sich auf die Tradition des Blautopfhauses besann und sich auf die Suche nach einer Hammerschmiede machte, die im Allgäu gefunden werden konnte. Seit Mitte der 1960-er kann die Hammerschmiede wieder besichtigt werden. Auch Schauschmieden oder Schmiedekurse finden dort statt.

Bild: Rolf Bauer/pixelio

INFO

Auch eine Panoramafahrt mit dem Blautopfbähnle, das komplett auf Schienen verzichten kann, lohnt sich. Auf der rund 75-minütigen Panoramatour durch den Klosterhof und das Landschaftsschutzgebiet Ried, über Blaubeurens Hausberg, den Rucken, mit faszinierenden Ausblicken auf die Stadt, dem Rusenschloss und dem Naturdenkmal „Klötzle Blei“ bekommt der Besucher einiges zu sehen.

Familienausflug: HöhlenErlebnisWelt Giengen an der Brenz

Bild: HöhlenErlebnisWelt Giengen-Hürben

In der HöhlenErlebnisWelt Giengen-Hürben erwartet kleine und große Besucher ein echtes Steinzeitabenteuer, bei dem Spannung hoch drei inbegriffen ist. Mit 587 Metern ist die Charlottenhöhle eine der längsten Schauhöhlen Süddeutschlands. Betritt man die Höhle, geht es auf Erkundungsreise durch glitzernde Tropfsteinwelten. Eine innovative LED-Beleuchtung taucht die Höhle dabei in ein geheimnisvolles Licht. Unter dem Motto „Faszination Höhle.Mensch.Natur“ verspricht das Erlebnismuseum HöhlenSchauLand am Fuße der Höhle eine spannende Zeitreise. Gegenüber der Höhle kann man sich im HöhlenHaus über Entstehung, Entdeckung und Eröffnung der Charlottenhöhle sowie den Geopark Schwäbische Alb informieren. Zum Toben bietet ein Abenteuer- und Wasserspielplatz Gelegenheit.

> www.hoehlenerlebniswelt.de

Bild: Nino Strauch/Zollenclub-Touristinfo

Burg Hohenzollern – Geschichte mit majestätischer Aussicht

Schwäbische Grafen und Fürsten sowie die preußischen Könige und auch die deutschen Kaiser haben hier ihre Wurzeln: auf der Burg Hohenzollern. Im Herzen von Baden-Württemberg zwischen dem Bodensee und Stuttgart thront auf 855 Metern die stolze Festung. Von ihrem Standort, dem kegelförmigen Zollerberg, hat man einen majestätischen Rundblick, je nach Wetterlage sogar mit bis zu 100 Kilometern Fernsicht. 100 Jahre Geschichte, glanzvolle Zeiten, aber auch dunkle Tage liegen mittlerweile hinter dem imposanten Bauwerk. Die erste Burg Hohenzollern wurde im 15. Jahrhundert durch einen Krieg zerstört, bald darauf jedoch wieder aufgebaut. Im 18. Jahrhundert wurde die Festung verlassen und zerfiel zu einer Ruine. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ließ die Burg im 19. Jahrhundert wieder in neuem Glanz erstrahlen. Er ließ den Stammsitz seiner Familie in seiner heutigen Form wieder errichten. Nach wie vor befindet sich die Burg in Privatbesitz der preußischen Linie und des schwäbischen Fürstenhauses der Hohenzollern. Die Burg Hohenzollern ist ganzjährig geöffnet und täglich werden Führungen angeboten. Dabei erfährt der Besucher Wissenswertes und Unterhaltsames aus dem Leben der Hoheiten und Majestäten und über Kunst und Architektur. Neben dem prachtvollen Grafensaal und dem Blauen Salon beeindruckt dabei vor allem die Schatzkammer mit glänzenden Ritterrüstungen, der preußischen Königskrone oder der berühmten Schnupftabaksdose, die Friedrich dem Großen einst das Leben rettete. Unterlegt mit Anekdoten gestaltet sich der Ausflug in längst vergangene Zeiten kurzweilig und amüsant. Auch für Kinder. Denn die bekommen für die Dauer der Führung neben den obligatorischen Filzpantoffeln auch einen roten Königsmantel.

Auch verschiedene Veranstaltungen wie Familientage, Open-Air-Kino oder Sternschnuppen-Nächte finden auf der Burg statt. Das burgeigene Café-Restaurant bietet regionale Spezialitäten und Kuchen aus der Hofkonditorei und bewirtschaftet im Sommer einen der schönsten Biergärten der Region.

Öffnungszeiten:

Die Burg Hohenzollern ist ganzjährig (außer 24. Dezember) geöffnet und bietet täglich Führungen an.
Sommersaison: 16. März bis 31. Oktober täglich geöffnet von 10:00 bis 17:30 Uhr
Wintersaison: 1. November bis 15. März täglich geöffnet von 10:00 bis 16:30 Uhr

> www.burg-hohenzollern.de

Bild: Bad Urach Tourismus

Bad Urach erkunden: Wandertipps

Bad Urach liegt mitten im UNESCO Biosphärenreservat Schwäbische Alb und hat für Wanderer einige Highlights zu bieten. Für eine traumhafte Wandertour rund um Bad Urach bieten sich die fünf Premiumwanderwege „Grafensteige“ bestens an. Die Rundwege, führen durch die reizvolle Mittelgebirgslandschaft der Schwäbischen Alb zu rauschenden Wasserfällen, spannenden Höhlen, eindrucksvolle Burgruinen, wildromantischen Schluchten und atemberaubenden Aussichtsfelsen entlang des Albtraufs. Die Wege sind mit Längen zwischen 7 km und 10 km als Halbtagestouren mit sportlichem Anspruch angelegt und bringen die Wanderer über schmale Waldpfade hinauf auf die Albhochfläche. Festes Schuhwerk wird also empfohlen. Einer dieser Wanderwege ist der Wasserfallsteig, der mit dem Uracher- und dem Gütersteiner Wasserfall Naturschauspiele besonderer Art bietet. Der Wasserfallsteig wurde sogar zu „Deutschlands schönstem Wanderweg 2016“ gekürt. Aber nicht nur die Wasserfälle, sondern auch die abwechslungsreiche Landschaft und die atemberaubenden Ausblicke von der Albkante ins Tal, machen die Tour zu einem einzigartigen Erlebnis.

> Weitere Infos und Kartenmaterial zu allen Wanderwegen gibt es unter www.badurach-grafensteige.de

Rätseltouren für Kinder

Bild: Bad Urach Tourismus

Wer hat die Ladung Holz gestohlen? Wohin verschwindet Emilie jeden Morgen? Wodurch wurde das Trinkwasser verunreinigt? Das Kindererlebniszentrum Entdeckerwelt in Bad Urach, bietet Spannung, Spaß und Action. Drei Außentouren und eine interaktive Ausstellung lassen Kinder eintauchen in Geschichte und Gegenwart – mal detektivisch, mal spielerisch. Eine Rätselaufgabe führt die Kids quer durch die Jahrhunderte oder in die Gegenwart. Ausgestattet mit einem Tablet-PC und einer Entdeckertasche, die viele nützliche Utensilien enthält, begeben sich die Jungdetektive auf Spurensuche in die Altstadt oder in den nahe gelegenen Wald.

> Alle Informationen zu Preisen, Öffnungszeiten und Anfahrt gibt es unter www.entdeckerwelt-badurach.de