30. Juli 2020, 15:39

Oettingen ist stolz auf sein Wörnitzfreibad

Von links: Bei der Einweihung konnte Bürgermeister Heydecker u.a. MdL Wolfgang Fackler, Stellv. Landrat Erwin Seiler , MdB Ulrich Lange und MdL Klaus Holetschek begrüßen. Bild: Maximilian Bosch
In den Sommermonaten ist das Freibad auf der Wörnitzinsel Mühlespan das „zweite Wohnzimmer“ der Oettinger – und nach der Neugestaltung ist es schöner als je zuvor. Am Donnerstag fand die nachträgliche Einweihung statt, nachdem das Bad bereits am 11. Juni 2020 wieder eröffnet werden konnte.

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“, zitierte Bürgermeister Thomas Heydecker Johann Wolfgang von Goethe. Man müsse es nur erkennen und wertschätzen, so wie die Oettinger ihr Freibad. Das Flussfreibad werde gerne genutzt für Sport, zur Entspannung, für gute Unterhaltungen oder einfach nur zum „Chillen“. Dabei sei das Erscheinungsbild in den vergangenen 30 Jahren im Grunde unverändert geblieben, bis zum Spätsommer 2019, in dem man mit der Neugestaltung begonnen hatte. „Es ist ein wirkliches Schmuckstück, auf das wir hier in Oettingen stolz sein können“, so der Bürgermeister über das Bad. Heydecker dankte allen, die am Gelingen des Projektes beteiligt waren, wie den Gebern der Födergelder und seiner Vorgängerin Petra Wagner.

Im Folgenden erinnerten Sabine Koloska (Sachgebiet Soziale Stadt, Oettingen) und Stadtbaumeister Klaus Obermeyer an die Abläufe der Bauplanung und des Bauverlaufs. Im Zuge der Neugestaltung wurde das alte Eingangsgebäude abgerissen und durch ein neues ersetzt, ebenso wie die Brücke. Letztere sorgte für einiges Kopfzerbrechen, denn der ursprüngliche Plan, sie im Zuge der Neugestaltung zu versetzen, wurde im Februar 2017 durch einen Bürgerentscheid gestoppt. Das hatte eine Kostensteigerung von circa 650.000 Euro zur Folge, was allerdings durch eine Erhöhung der Fördermittel aufgefangen werden konnte. Insgesamt schlägt der Bad-Umbau mit 1,65 Millionen Euro zu Buche, durch das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ wurde das Projekt mit 1,264 Millionen Euro bezuschusst.

Bei dieser Fördersumme ließ es sich Staatssekretär Klaus Holetschek, MdL, vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nicht nehmen, selbst an der Einweihung teilzunehmen. Ein „Leuchtturmprojekt“ für mehr Lebensqualität sei diese Neugestaltung, die man gerne mit der Städtebauförderung unterstützt habe. Neben dem großen Wert für die Oettinger Bevölkerung sei das Wörnitzfreibad auch für Auswärtige sehr attraktiv. „Es lohnt sich immer, ins Ries zu kommen“, meinte der Staatssekretär, und das Wörnitzfreibad sei einer der Gründe dafür.

Nach dem offiziellen Teil, der mit einem kurzen Rundgang und Musik der Lehminger Blaskapelle endete, war noch Programm für alle Badegäste geboten, u.a. mit einem Zauberkünstler, Geschichtenerzählerin und der Band „Timm & Friends“ - natürlich immer unter Einhaltung der gebotenen Hygieneregeln.