Anlässlich des kanadischen Nationalfeiertages am 1. Juli, dem Canda Day, wurde in diesem Jahr auch das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Nördlingen und Markham gefeiert. Dazu wurde von 10 – 13 Uhr ein Pavillon auf dem Nördlinger Marktplatz aufgestellt, an dem sich Interessierte über die Städtepartnerschaft sowie deren Ursprung und Geschichte, informieren konnten.
Die Verbindung zwischen den beiden Städten ist dabei etwas Besonderes, wie Nördlingens Oberbürgermeister David Wittner betont: „Markham hat fast 400.000 Einwohner, das ist natürlich eine ganz andere Dimension. Aber es ist eine spannende Partnerschaft, die nun schon seit 25 Jahren besteht.“
Ein Wallersteiner gründete Markham
Der Grund für die enge Beziehung liegt in der Geschichte: Der Gründer von Markham, William Moll-Berczy, stammte ursprünglich aus Wallerstein bei Nördlingen. Im Jahr 1794 zog er gemeinsam mit anderen Siedlern in das Gebiet des heutigen Markhams und gründete dort die Stadt nördlich von Toronto. Heute hat Markham rund 400.000 Einwohner und gehört zu der Greater Toronto Area.
Trotz der großen Entfernung pflegen beide Städte den Kontakt regelmäßig. Delegationen besuchen einander wechselseitig, und auch die Nördlinger Knabenkapelle war bereits in Kanada zu Gast. Außerdem tauschen sich beide Städte über Themen wie Schulen, Infrastruktur oder Wohnraum aus. Zudem haben sich Nördlingens Stadtoberen für den Canada Day etwas Besonderes einfallen lassen: Mit einer Videobotschaft, die am Canada Day in Markham abgespielt wird, werden die Glückwünsche aus dem Ries überbracht.
Städtepartnerschaften als Zeichen der Freundschaft
Die Städtepartnerschaft zeigt, dass internationale Freundschaften auch über einen Ozean hinweg bestehen können. Bestes Beispiel dafür ist die Fußball-Weltmeisterschaft. Dort war bei einem WM-Spiel in Kanada auch die Nördlinger Stadtfahne im Stadion vertreten.
Neben Markham unterhält Nördlingen auch Städtepartnerschaften mit Wagga Wagga (Australien, seit 1967), Riom (Frankreich, 1970), Stollberg/Erzgebirge (Sachsen, 1991) und Olmütz (Tschechien, 2008).
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von Mahla Hossaini