Festbierprobe

Acht Schläge zum Glück – Nördlinger Mess‘-Bier ist freigesprochen

Nördlingens Oberbürgermeister David Wittner (r.) und die Braumeister Martin Lechner (l.) und Sebastian Ziegler. Bild: Manuel Habermeier
Mit dem Stabenfest und der Nördlinger Mess‘ stehen zwei Nördlinger Highlights an. Für das leibliche Wohl gibt es wieder ein spezielles Festbier, das seinen ersten Test bestanden hat.

Am Mittwoch wurde mit der Festbierprobe ein wichtiger Schritt Richtung Stabenfest und Nördlinger Mess‘ genommen. Im Sixengarten auf der Kaiserwiese wurde das spezielle Bier vom Fürstlichen Brauhaus Wallerstein vorgestellt. Traditionell durfte Nördlingens Oberbürgermeister das erste Fass anzapfen.

Im vergangenen Jahr brauchte David Wittner lediglich einen Schlag, diesmal zeigte sich das neue Fass widerstandsfähiger. Erst nach acht Schlägen konnte das erste Glas gezapft werden. Dementsprechend unzufrieden war der Bürgermeister auch mit seiner Performance, wie er mit einem Augenzwinkern kundtat. „Das war schon mal besser. Aber es gibt keine Ausreden, das war einfach schlecht von mir“, kommentierte er seine Leistung. Das Publikum belohnte seine Ehrlichkeit mit viel Lachen und Beifall. Im Anschluss wurde das Bier an den Stadtrat ausgegeben, der dem Bier nach einem Testschluck um 19.52 Uhr die Freisprechung erteilte.

Ein süffiges Festbier

Danach zeigten sich auch die beiden Braumeister Martin Lechner und Sebastian Ziegler erleichtert, die erstmals für das Festbier verantwortlich zeichneten. An die Aufgaben sind sie durchaus mit Ehrfurcht herangegangen, wie sie nach der Freisprechung im Gespräch mit unserer Redaktion verrieten. „Es soll ja schließlich schmecken und das ist uns gelungen“, so Ziegler. Braukollege Lechner verriet: „Nervös ist man immer etwas. Man weiß nie, wie das Bier ankommt. Die Geschmäcker sind doch verschieden.“ Den Geschmack des Bürgermeisters scheinen sie getroffen zu haben. „Das Bier ist süffig, es ist ein leckeres Festbier. Da können sich die Besucher drauf freuen“, bewertete er das Getränk, das mit einer Stammwürze von 13,8 Prozent und einem Alkoholgehalt von 5,7 Prozent aufwartet.

Einziger Wermutstropfen: Das Festbier konnte in diesem Jahr nicht wie gewohnt von Erbprinz Carl-Eugen zu Oettingen-Wallerstein vorgestellt werden. Dieser war nach einem Sportunfall im Krankenhaus, zur Mess‘ wird er aber wieder bereit sein, wie sein Stellvertreter, Geschäftsführer Reinhard Holz, versicherte. Danach überreichte Holz noch eine Spende in Höhe von 1.681 Euro an die Initiative Nördlinger Hilfe in Not.

Oberbürgermeister David Wittner und der Nördlinger Stadtrat sprechen das Festbier frei. Bild: Manuel Habermeier

Stabenfest und Nördlinger Mess‘: Das ist geboten

Neben dem Festbier wurden auch erste Einzelheiten zum Stabenfest und der Nördlinger Mess‘ verkündet. Dabei muss das Stabenfest kurzfristig auf eine Attraktion verzichten. Der angekündigte Klettergarten wird aufgrund von Personalmangel nicht angeboten werden können. Dennoch sind mit Geisterbahn, Schiffsschaukel und Autoscooter wieder zahlreiche Attraktionen für Kinder und Jugendliche im Angebot.

Auch auf der Nördlinger Mess‘ wird es spektakulär zugehen und selbst die Fans der Eberhofer-Krimis kommen voll auf ihre Kosten. Mit dem aus der Serie bekannten Techno Power wartet eines der schnellsten Karusselle Europas auf die Besucher. Für einen weiteren Adrenalinkick sorgt ein Free Fall Tower, der ungefähr die Höhe des Daniels haben wird. Zudem gibt es noch eine echte Premiere. Erstmals wird eine Achterbahn aus Holland zugegen sein, bei der die Fahrgäste mit freien Beinen hängend durch den Parcours rasen.

Das Stabenfest startet am Freitag, dem 10. Mai, und geht bis Montag, wo auch der traditionelle Stabenumzug stattfindet. Die Nördlinger Mess‘ öffnet am 1. Juni ihre Pforten und lädt bis zum 10. Juni auf die Kaiserwiese ein.

Reinhard Holz, Geschäftsführer der Fürstlichen Brauerei Wallerstein, (r.) überreicht Nördlingens Oberbürgermeister David Wittner einen Spendenscheck. Bild: Manuel Habermeier

Redakteur. Unterwegs für blättle und online. Geboren in Augsburg ist er über Freiburg, Wien und München endlich im schönen Donau-Ries angekommen. Hier hat er besonders die Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Sport im Blick.

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