Reisen

Eine Busreise als Beispiel für gelebte Inklusion

Teilnehmer der Reise im Europaparlament Bild: Diakonie Donau-Ries
Als Beispiel für gelebte Inklusion machte sich Anfang April eine Reisegruppe nach Belgien auf. Die Tour durch mehrere Städte zeigte, dass sich Inklusion in kleinen Gesten und gemeinsamen Erlebnissen zeigt.

Die Offene Behindertenarbeit (OBA) der Diakonie Donau-Ries und Diakoneo hat Anfang April eine mehrtägige Reise nach Belgien unternommen. Dank der Unterstützung der Stadt Oettingen und des Busunternehmens Gute Reise Hauck konnte eine inklusive Reisegruppe aus 56 Teilnehmern unvergessliche Eindrücke sammeln. Menschen mit und ohne Behinderung unterschiedlichen Alters reisten gemeinsam und zeigten dabei, dass gelebte Inklusion nichts Abstraktes bedeutet, sondern sich in kleinen Gesten im Miteinander, im gegenseitigen Unterstützen und im gemeinsamen Erleben zeigt. 

Zwei erlebnisreiche Tage in Brüssel

Ein Schwerpunkt der Reise lag auf zwei erlebnisreichen Tagen in Brüssel. Dort erhielten die Teilnehmenden bei einer Stadtführung spannende Einblicke in Geschichte, Kultur und die politische Bedeutung der belgischen Hauptstadt. Besonders hervorzuheben ist der Besuch des Europaparlaments, bei dem die Gruppe die Europaabgeordnete Maria Noichl (SPD) treffen konnte.

Frau Noichl hat begeistert von Europa als Ort der Freundschaft und Nachbarschaft gesprochen und die ganze Gruppe begeistert. Auch das „Haus der Geschichte Europas“ vermittelte anschaulich die Entwicklung der Europäischen Union und die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Ein Spaziergang zum Europäischen Rat und der Sitz der Kommission rundeten den Besuch im politischen Herz Europas ab.

Entdeckungen und besondere Erlebnisse

Weitere Höhepunkte waren die Besichtigung des Atomiums als das bekannteste Wahrzeichen Brüssels sowie das Museum der „Choco-Story Brüssel“. Hier lernte man nicht nur viel über die Geschichte der Schokolade, sondern konnte diese auch genussvoll verkosten.

Neben Brüssel standen auch Ausflüge nach Brügge, Gent und an die belgische Nordseeküste auf dem Programm. Brügge, auch als „Venedig des Nordens“ bezeichnet, beeindruckte mit seinen zahlreichen Kanälen, bunten Häusern und kleinen, liebevollen Läden. Bei einer Stadtführung zu Fuß und einer anschließenden Grachtenfahrt konnte die Gruppen diese besondere Atmosphäre der wunderschönen Stadt erleben.

Eindrücke aus Gent

Auch Gent, gelegen in der Region Flandern, hinterließ bleibende Eindrücke. Schon die Anreise führte durch weitläufige und grüne Landschaften. Vor Ort erkundeten die Teilnehmenden die Stadt in mehreren Gruppen und entdeckten dabei zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Besonders beeindruckend war der Belfried, der große Turm der Stadt, der mit seinem Glockenspiel zu jeder Viertelstunde eine eigene Melodie erklingen ließ.

Erholung an der Nordseeküste und kulinarische Genüsse

Abschluss war ein Abstecher an die belgische Nordseeküste nach De Haan. Dort genoss die Gruppe den frischen Meereswind und die ruhige Küstenlandschaft voller Dünen und Sandstrand. Einige Mutige wagten sich mit den Füßen ins Wasser und zwei sprangen sogar in die Fluten der Nordsee.

Auch kulinarisch hatte die Reise einiges zu bieten: Gemeinsamen Restaurantbesuche rundeten nicht nur das Programm ab, sondern trugen auch zum Zusammenhalt der Gruppe bei. Bei Pommes, Biergulasch, Waffeln, und leckerem Bier ließ es sich die Gruppe gut gehen.

Bereicherung einer gemeinsamen Reise

Die Belgienreise bot den Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten, europäische Politik, Geschichte und Kultur hautnah zu erleben. Vor allem aber zeigte sie, wie bereichernd gemeinsames Reisen in einer inklusiven Gruppe ist. Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse und doch eine Gemeinschaft, die zusammen lacht, entdeckt und wächst. Genau das macht gelebte Inklusion so wertvoll und schön. (dra)