Attraktionen und Premieren

Nördlinger Mess' mit Nervenkitzel und neuem Riesenrad

Der Mondlift der Familie Zettl Bild: Matthias Stark
Neue Fahrgeschäfte, ein offenes Weindorf, frische Blumen und ein neues Riesenrad: Auf der Nördlinger Mess' gibt es 2026 einige spannende Premieren und Neuerungen zu entdecken.

Seit Samstag läuft die Nördlinger Mess'. Bis zum 15. Juni dürfen sich Besucher in diesem Jahr neben bewährten Klassikern auch auf mehrere neue Attraktionen freuen, die in diesem Jahr ihre Premiere auf dem Festplatz feiern. Vom italienischen Karussell über spektakulären Nervenkitzel bis hin zum Weindorf reicht die Bandbreite der Neuheiten.

Ein echter Hingucker ist das „Venetian Carousel“ der Schaustellerfamilie Langenberg-Bienert. Das nostalgische Karussell wurde 2011 in Italien gebaut und bringt ein Stück venezianisches Flair nach Nördlingen. „Die Nördlinger Mess' hat einen tollen Ruf, deshalb haben wir uns beworben“, sagt Anna Langenberg-Bienert. Nach Stationen unter anderem auf der Erlanger Bergkirchweih feiert das Karussell nun seine Premiere auf der Mess'. Nach Angaben der Betreiber gibt es in Deutschland kein weiteres Fahrgeschäft dieser Bauart. Mitfahren dürfen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Rund zwei Tage dauert der Aufbau der aufwendig gestalteten Attraktion.

Familie Langenberg-Bienert vor ihrem Venezianischen Karusell Bild: Matthias Stark

Blumenpremiere und Nervenkitzel

Ulrike Röhrig mit Blumen von Ihrer Blumenverlosung Bild: Matthias Stark

Erstmals auf der Nördlinger Mess' vertreten ist auch das Unternehmen „Blumen Florian“ aus Hamm in Westfalen. Seit mittlerweile 45 Jahren verlost der Familienbetrieb Blumen auf Volksfesten. In Bayern war das Unternehmen bislang lediglich in Straubing vertreten. Nun folgt die Premiere in Nördlingen „Bisher war hier ein anderer Blumenhändler. Wir haben uns beworben und den Zuschlag bekommen“, berichtet Inhaberin Ulrike Röhrig. Damit die Qualität stimmt, wird die Ware während der Mess' regelmäßig frisch angeliefert.

Für Adrenalin sorgt in diesem Jahr der „Mondlift“ der Familie Zettl. Vor drei Jahren waren die Schausteller bereits mit dem Fahrgeschäft „Rund um den Tegernsee“ auf der Nördlinger Mess' vertreten. Nun bringen sie eine deutlich spektakulärere Attraktion mit. Das Besondere: Die Fahrgäste sitzen ohne klassische Sicherungsbügel im Fahrgeschäft. Gehalten werden sie allein durch die auftretenden G-Kräfte.

„Wir erreichen etwa das Dreifache der Erdbeschleunigung“, erklärt Schaustellerin Nancy Zettl. Der Mondlift stammt aus den 1980er-Jahren und ist innerhalb von ein bis zwei Tagen aufgebaut. Während der Fahrt behalten die Betreiber die Gäste stets im Blick, bevor das Fahrgeschäft bis in den 90-Grad-Winkel schwingt und seine spektakulären Überschläge vollführt.

Neues Weindorf und Riesenrad

Mit dem „Schwarzen Hirschen“ erhält die Mess' zudem ein neues gastronomisches Angebot. Statt eines klassischen Zeltes setzt das Weindorf bewusst auf ein offenes Konzept. „Wir wollten es offen und freundlich gestalten“, sagt Betreiber Christoph Groß, der gemeinsam mit der Familie Pappert agiert. Neben Bieren der Brauerei Fürst Wallerstein werden Weine, Cocktails und weitere Getränke angeboten. Für Stimmung sorgen nahezu jeden Abend Live-Musik und DJ. „Für uns ist das das erste Mal hier auf der Mess' . Wir freuen uns darauf, das alles live mitzuerleben“, so Groß.

Christian Papert & Christoph Groß im Weinstadel Bild: Matthias Stark

Zu den auffälligsten Attraktionen gehört auch das neue Riesenrad der Schaustellerfamilie Kipp. Eigentlich gastiert das Riesenrad nur im zweijährigen Rhythmus auf der Nördlinger Mess' . Weil die Familie jedoch ein komplett neues Modell angeschafft hat, macht es bereits ein Jahr nach seinem letzten Gastspiel erneut Station in Nördlingen. Gebaut wurde das moderne Riesenrad innerhalb von knapp drei Jahren in den Niederlanden. Im Vergleich zum Vorgängermodell setzt die Familie Kipp auf eine deutlich kompaktere Bauweise.

Statt 22 Transportfahrzeugen, benötigt das neue Rad lediglich acht Fahrzeuge. Dadurch wird der Aufbau erheblich vereinfacht. „Durch das neue Rad sind wir deutlich schneller im Aufbau“, erklärt die Schaustellerfamilie, die direkt von der Erlanger Bergkirchweih nach Nördlingen gereist ist. Auch technisch bringt die Neuanschaffung Vorteile mit sich. Das Riesenrad kommt ohne Wasser als Gegengewicht aus und benötigt keinen zusätzlichen Kran für den Aufbau.

Das neue Riesenrad der Familie Kipp. Bild: Matthias Stark

Für die Besucher bleibt dennoch das Wichtigste unverändert: der Blick über die Stadt und das Ries. „Die wunderbare Aussicht über Nördlingen ist wirklich einmalig“, betont die Familie Kipp. Trotz steigender Kosten sind die Fahrpreise seit fünf Jahren unverändert geblieben. Damit das auch künftig so bleibt, wurde zusätzlich ein Familienticket eingeführt. „Wir werden die Preise auch in den nächsten Jahren stabil halten“, verspricht die Schaustellerfamilie.

Bewährtes trifft auf Neues

Mit dem venezianischen Karussell, dem Mondlift, dem neuen Weindorf, der Blumenpremiere und dem neuen Riesenrad zeigt die Nördlinger Mess' auch 2026, warum sie weit über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf genießt. Neben den traditionellen Angeboten sorgen die Neuerungen dafür, dass selbst langjährige Messbesucher in diesem Jahr wieder einiges neu entdecken können.

Geschäftsführer und Gründer. Immer direkt vor Ort wenn etwas passiert, auch in der Nacht. Verantwortlich für den Anzeigenverkauf. Bespricht dienstliches gerne bei einem Arbeitsessen. Fußballer. Hat ein Faible für antike Holzmöbel. Bringt Tochter und Hund gerne mit ins Büro.

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