Lichterinstallation

Rätsel um Lichtinstallation in Nördlingen gelöst

Daniel Wizinger (Leiter Sachgebiet Tourismus und Veranstaltungen) und Oberbürgermeister David Wittner mit Monia Aichinger und Ben Schmid eröffnen die Illumination der Frickhinger Anlagen. Bild: Christina Atalay
Die Frickhinger Anlagen in Nördlingen erstrahlen in buntem Licht. Am Sonntag wurde die Illumination der gebürtigen Wallersteiner Künstlerin Monia Aichinger offiziell eröffnet.

Wer in den letzten Tagen zwischen Berger Tor und Basteigasse in den Frickhinger Anlagen unterwegs war, stellte sich wohl die Frage: „Was passiert hier? Was steckt hinter den bunten Lampions, Sternen, Scheinwerfern, Pompoms und der Discokugel?“ Vor allem bei Einbruch der Dunkelheit verleiht die Lichtinstallation dem Weg zwischen Stadt- und Futtermauer einen ganz besonderen Flair.

Stadtmauer bietet sich an

Unter Illumination versteht man die farbige Beleuchtung von Gebäuden oder in diesem Fall auch von Bäumen im Freien. Drei Tage lang hängten Monia Aichinger und Ben Schmid insgesamt 50 LED-Lichter, zahlreiche Effekte, Spiegel und Sterne in die Bäume und an die Stadtmauer. Sowohl Oberbürgermeister David Wittner als auch die Künstlerin und Daniel Wizinger von der Touristinformation waren sich einig: „Die Stadtmauer eignet sich optimal für eine derartige Aktion.“ Denn auch Teile der Mauer sowie der Feilturm werden u.a. durch stimmungsvolles Licht und effektvolle Farbwechsel in gezielt in Szene gesetzt.

Geplant war die Aktion eigentlich schon im Dezember 2020 während des Weihnachtsmarktes. Einige Lampen hingen bereits, als das Projekt aufgrund der damaligen Corona-Regeln nicht umgesetzt werden konnte. Um so mehr freute sich Aichinger, die auch die Kaltenberger Ritterturniere ins rechte Licht rückt und für die die Bavaria Filmstudios tätig ist, ihr erstes Outdoor-Projekt jetzt endlich in der Heimat umzusetzen.

Keine bestimmte Botschaft

Wie Wittner auf Anfrage erklärte, stecke keine besondere Botschaft dahinter. Allerdings handle es sich um das Thema Winter, so Aichinger. Beginnend in Höhe des Minigolfplatzes mit Sternen und Tropfen, setzt sich das Thema in Höhe Spielplatz fort und wird durch Luftballons und Lampions immer fröhlicher und endet schließlich nach gut 400 Metern beim „Hohlen Schänzle“ im Fasching.

Ende der Aktion übrigens der Faschingsdienstag.

Alles in der Luft

Die erforderlichen Stromleitungen wurden vom städtischen Bauhof verlegt. Der Strom kommt aus einer Kasarme, dem Minigolfplatz und dem Feilturm, wobei die längste Leitung zwischen Steckdose und Scheinwerfer 120 Meter beträgt.

Um Stolperfallen zu vermeiden, wurden alle Leitungen in luftiger Höhe verlegt.

Mehrgenerationenprojekt

Man könne sich durchaus weitere Aktionen in den Anlagen vorstellen, so der Oberbürgermeister. Über kurz oder lang sei die Stadt ohnehin bestrebt, alle Grundstücke der Stadtgräben wieder in städtischen Besitz zu überführen, um so einen lückenlosen Zugang für die Öffentlichkeit zu schaffen. Dies sei aber ein Mehrgenerationenprojekt.

Bild: Doris Dollmann