Baufortschritt

Bauarbeiten am neuen Wemdinger Feuerwehrhaus sind in vollem Gange

Bild: Thomas Unflath
Es ist das umfangreichste Vorhaben, das in der Stadt Wemding derzeit umgesetzt wird: Das neue Feuerwehrhaus südlich der Altstadt in Nachbarschaft zum Bauhof der Kommune. Bei einer Besichtigung der Baustelle zum Jahresanfang informierten sich nun Bürgermeister Dr. Martin Drexler und Baureferent Hans-Ludwig Held gemeinsam mit Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr über den aktuellen Stand der Arbeiten.

Selbst Feuerwehrleute arbeiten ehrenamtlich mit

Der Rohbau ist inzwischen nahezu abgeschlossen, bisher liegt der zweigeschossige Komplex sowohl im zeitlichen Rahmen wie auch im Finanzplan – was aufgrund der Rahmenbedingungen nicht selbstverständlich ist. „Die Dimension ist jetzt bereits erkennbar“, sagt Baureferent Held. Während hinter der Fahrzeughalle unter anderem die Umkleideräume untergebracht werden, entstehen im Obergeschoß etwa Schulungsräume oder auch eine Küche. Die Größe der benötigten Räumlichkeiten und somit des Gebäudes richte sich auch nach der Mitgliederzahl der Feuerwehr, erklärt Kommandant Christian Brunner-Hauck.

Bild: Thomas Unflath

Das Bauwerk ist 73,50 Meter lang, 26,50 Meter breit sowie 9,40 Meter hoch. Die Fahrzeughalle umfasst neun Stellplätze. Aktuell hat die Feuerwehr acht Fahrzeuge und Hänger. Man plane jedoch vorausschauend und auch für die kommenden Jahrzehnte, betont Baureferent Held. Für die zukünftige Entwicklung sei man damit sehr gut aufgestellt.
Die nächsten Vorhaben, die beim Projekt anstehen, sind die Bodenplatte der Fahrzeughalle, der Dachaufbau sowie die Fassade. „Hierfür haben wir auch gute Preise erzielt“, freuen sich Bürgermeister Drexler und Baureferent Held. Ausgeschrieben sind bereits weitere Gewerke wie Heizung, Sanitär, Lüftung, Türen oder Maler. Dadurch können die Arbeiten im Frühjahr nach der Fertigstellung des Rohbaus nahtlos weitergehen. Wie Kommandant Brunner-Hauck unterstreicht, werden sich auch die Mitglieder der Feuerwehr ehrenamtlich mit Eigenleistung beteiligen. Zeitnah werden zudem die Ausschreibungen für das Heizhaus der neuen Hackschnitzelheizung – diese versorgt in Zukunft auch den Bauhof sowie den Kindergarten St. Marien – sowie das Waschhaus angegangen.

Bild: Thomas Unflath

Mit den beauftragten Firmen ist die Stadt permanent im Austausch. Beim wöchentlichen Jour-Fix auf der Baustelle ist auch jeweils mindestens ein Vertreter der Feuerwehr anwesend, um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren oder auf mögliche Rückfragen antworten zu können.
Wie dringlich der Neubau außerhalb der Altstadt war, betonen sowohl Drexler und Held wie auch die Verantwortlichen der Feuerwehr. Im bisherigen, über 50 Jahre alten Gebäude im Schlosshof habe man keinen Platz mehr für die weitere Entwicklung, so Kommandant Brunner-Hauck. „Die dortigen Verhältnisse sind einfach nicht mehr zeitgemäß und auch die Ausfahrt ist gefährlich.“ Bürgermeister Drexler denkt derweil auch schon an die weitere Zukunft: „Wenn die Feuerwehr in ihr neues Domizil umgezogen ist, haben wir für den Standort in der Altstadt ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten.“ (pm)

Bild: Christian Pfefferer