Im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Genderkingen im Jahre 2025 verzichteten der Hauptverein sowie der Patenverein auf ein gegenseitiges Geschenk und entschieden sich stattdessen, das Hilfsprojekt von Josef Keller mit einer gemeinsamen Spende in Höhe von insgesamt 500 € zu unterstützen. Die Übergabe erfolgte im feierlichen Rahmen anlässlich des Patenbittens, ausgerichtet von der Freiwilligen Feuerwehr Genderkingen gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Eggelstetten für die Freiwillige Feuerwehr Oberndorf.
Vertreten wurden die beiden Wehren hierbei durch den 1.Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Genderkingen, Sebastian Schellenberger, sowie den 1. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf, Bernhard Gayer.
Ehrenamtliche Arbeit steht für Keller an erster Stelle
Seit 15 Jahren ist Josef Keller unermüdlich tätig, um sein Hilfsprojekt in Ouagadougou, das Waisenhaus „Hotel Maternel“, zu unterstützen. Seit 2010 konnte er über 100.000,00 € an das Waisenhaus überweisen. Jeder Cent kommt dort an, weil der ehemalige Militärattaché Oberst Dapru Kambou, der im Sommer 2024 Genderkingen besuchte, ehrenamtlich das Geld verwaltet. Das Waisenhaus selbst gibt über seine Beschaffungen mit diesen Geldern akkurate Rechenschaft. So konnten für die Ärmsten der Armen in diesem Land Hygieneartikel, Windeln, Moskitonetze, Arzneien, Lebensmittel, Kleidung usw. beschafft werden. Keller sorgte auch dafür, dass ein überdachter Spielplatz gebaut werden konnte und Spielgeräte angeschafft wurden.
Darüber hinaus erhalten die Kinder eine pädagogische Ausbildung, damit sie nach ihrer Entlassung aus dem Kinderheim körperlich und vor allem geistig für das öffentliche Leben im eigenen Land gerüstet sind.
Weiterhin ist viel geplant
Bei seinem letzten Besuch in Burkina Faso anno 2023 konnte Keller auch eine Berufsschule für Schreiner besuchen, was ihn sehr erschütterte. Zwei Maurerböcke und zwei Schaltafeln waren die einzige Ausrüstung, die in dieser Berufsschule zu sehen war. Daraufhin versprach Keller Abhilfe und brachte es fertig, dass aus einer Schreinerei, die Frau Keller geerbt hatte, einige Maschinen auf abenteuerlichen Wegen mit Lastwagen und als Seefracht nach Burkina Faso gelangten. Viele Maßnahmen zur Lebensverbesserung stehen jedoch noch an, wie Keller berichtet: so z. B. eine Klimaanlage für das Waisenhaus, eventuell auch eine Solaranlage zur Verbesserung des Energieverbrauchs sowie sein neuestes Projekt: Fahrräder, die von ihren Besitzern nicht mehr gebraucht werden, werden für die Kinder und für Berufsschüler nach Burkina Faso auf dem Seeweg transportiert. (dra)