24. November 2021, 11:02
Umweltschutz

Stiftung St. Johannes engagiert sich für Abfallvermeidung

Aktionsgruppe Müllsammeln: Plogging Gruppe Donauwörth zuammen mit Klienten und den Betreuerinnen Daniela Rühl und Luisa Eder der Stiftung Sankt Johannes. Bild: Christine Anselmi
Zur Aktion „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ vom 20. bis 28. November waren wieder engagierte Menschen zu Fuß unterwegs, um den ökologischen Fußabdruck vieler Unachtsamer zu verkleinern. Auch die Stiftung St. Johannes nahm daran teil.

Bereits zum dritten Mal nahm die Offene Behindertenarbeit (OBA) der Stiftung Sankt Johannes an einer Müllsammel-Aktion der Plogging-Gruppe Donauwörth teil. Im Zuge der Müllsammel-Aktion waren am Samstag, 20. November, zehn Erwachsene unterwegs, um die Donauwörther Innenstadt vom Müll zu befreien. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Insgesamt wurden rund 6000 Zigarettenkippen und weiterer Abfall wie Masken und Verpackungen gesammelt.

Unabhängig vom Aktionstag legt die Stiftung Sankt Johannes auch innerhalb der eigenen Einrichtung großen Wert darauf, die Bewohner*innen beim Thema Umweltschutz aktiv einzubinden. Wöchentlich findet eine Sammelaktion der Umwelt-Gruppe rund um das Gelände der Stiftung Sankt Johannes in der Zirgesheimer Straße und am Donauhafen in Donauwörth statt. Alle Mitglieder dieser Gruppe arbeiten in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Ehrenamtliches Müllsammeln in der Freizeit

Florian Gröger. Bild: Luisa Eder

Außerdem gibt es einige Menschen, denen Müllvermeidung und Müllsammeln ein Herzensanliegen ist und die sich zusätzlich noch ehrenamtlich in ihrer Freizeit für den Umweltschutz einsetzen. Einer von ihnen ist Florian Gröger. Ausgestattet mit Mülltüten, Handschuhen und einer Greifzange ist er regelmäßig in der Donauwörther Promenade unterwegs und sammelt dort den herumliegenden Abfall. Das Feedback ist dabei fast immer positiv. „Viele Leute bleiben stehen, unterhalten sich mit mir und loben mich für meinen Einsatz. Manche helfen mir sogar beim Müllsammeln“, erklärt Florian Gröger. Für den 28-Jährigen ist das Sammeln zu einer echten Freizeitbeschäftigung geworden. „Man ist an der frischen Luft, hat Bewegung und tut schon nebenbei etwas Gutes für die Umwelt“, fügt er stolz an.

Die Sammel-Aktion hat wieder einmal gezeigt, wieviel Müll regelmäßig in unseren Innenstädten produziert wird. Gerade Zigarettenstummel werden oft sorglos auf den Boden geworfen und bleiben dort Monate lang liegen. Die Plogging-Gruppe schafft hier Abhilfe und bietet mit der sogenannten „Klick-Klack-Dose“, einem kleinen Taschen-Aschenbecher, eine echte Alternative. Diese sind in vielen Geschäften in Donauwörth gratis zu bekommen. (pm)