Bei der Mitgliederversammlung der BN-Kreisgruppe Donau-Ries berichtete Vorsitzender Alexander Helber von den Aktivitäten im vergangenen Jahr. Ein Schwerpunkt war das Oberndorfer Ried, dort wurden ein Acker und eine Wiese erworben, wo seltene Vogelarten wie Kiebitz , Brachvogel, Bekassine und Wachtel vorkommen.
Für die Landesgartenschau Donauwörth 2028 wurden Vorschläge wie insektenfreundliche Beleuchtung und Pflanzung von Kopfweiden erarbeitet.
Nach den Berichten der Ortsgruppen stellte sich Marc Burggraf als neuer Gebietsbetreuer für das Östliche Donauried vor. Auf Kassenbericht und Entlastung der Vorstandschaft folgte die Verabschiedung der langjährigen Schatzmeisterin Gerda Fischer. Über 40 Jahre kümmerte sie sich um die Finanzen und wurde dafür zur Ehrenschatzmeisterin ernannt. Zudem erhielt sie die goldene Nadel des Landesverbands für besondere Verdienste. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Angelika Angermeyer aus Ebermergen zu ihrer Nachfolgerin gewählt.
BN-Regionalreferent Thomas Frey referierte über den derzeitigen Abbau zahlreicher Regeln auf Kosten der Natur. In Deutschland ist dies bei den Beschleunigungsgesetzen der Fall, so soll der „Bau-Turbo“ das Bauen im Außenbereich erleichtern. Teilweise werde aber mit der „Brechstange gegen Nachhaltigkeit“ vorgegangen.
Auf Europa-Ebene hatte Deutschland durch die sogenannte „Green Deal Politik“ jahrelang eine Vorreiterrolle. Aber auch hier würden die Wasserrahmenrichtlinie, die für einen guten Zustand der Gewässer sorgen soll, oder das Natura 2000-Programm zur Sicherung der Biodiversität durch vielfache Änderungen abgeschwächt.
Frey spricht sich gegen den Abbau von bewährten Umweltschutzstandards aus. Hier sei es wichtig, aktiv zu werden, z.B. mit einer Unterschrift bei der europaweiten Kampagne „Hands off nature“. Bis in den Sommer sammelt der BN hier Unterschriften, denn – so sein Fazit – der BN ist als Stimme für die Natur wichtiger denn je. (dra)