24. Oktober 2019, 10:02

Vortrag: "Umwege in die Freiheit"

Bild: Hase
Am Donnerstag, den 7.November 2019 lädt der Lions-Club Donauwörth um 19:00 Uhr in die Donauwörther Hans-Leipelt-Schule zu dessen Vortrag "Umwege in die Freiheit" ein.

Wie fühlte sich die Zeit um den Mauerfall herum für jene an, die dabei waren? Warum und wie flüchteten junge Leute aus der DDR? Wie gestalteten sie ihren Neubeginn in der BRD? Antworten auf diese Fragen gibt am 7. November bei dem Vortrag "Umwege in die Freiheit" der Donauwörther Hans-Leipelt-Schule.

Zum 30. Mal jährt sich das historische Ereignis Mauerfall, das nur ein Bruchteil der heute Erwachsenen miterlebt hat. Für junge Erwachsene und Jugendliche ist die Einheit, ebenso wie die damit einhergehende Freiheit, eine Selbstverständlichkeit. Für Ältere bietet dieser Jahrestag eine willkommene Einladung, sich an die Zeit des Umbruchs zu erinnern und sich wieder den demokratischen Werten, die unseren Alltag bestimmen, bewusster zu werden.

„Freiheit ist nicht selbstverständlich“, betont Dozent Jens Hase, „es lohnt sich, jeden Tag dafür zu kämpfen!“ Hase, geboren 1970 in Eisenach/Thüringen, wuchs in einem systemkritischen Elternhaus aus, wurde zunächst Transport-und Lagerfacharbeiter und flüchtete 1989 über die Prager Botschaft in die Bundesrepublik. Neben gefährlichen, lustigen und traurigen Momenten erlebte Hase in der Prager Botschaft den 30. September 1989 und war dabei, als der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher den Flüchtlingen die mögliche Ausreise in die Bundesrepublik verkündete. Dort traf er am 1. Oktober 1989 ein. Heute arbeitet er als Dozent und Ausbilder vor allem in der Jugendarbeit, hält viele Vorträge über seine Flucht und den Neuanfang und lebt in Günzburg. Der Eintritt zum Vortrag am 07.11.2019 ist frei. (pm)